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 .midsummernight {cube. & #berry}

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#berry

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BeitragThema: .midsummernight {cube. & #berry}   So Aug 19, 2012 5:47 am

midsummernight
"Give me your hands, if we be lovers."


Kyle erwachte, wie für ihn üblich, mitten in der Nacht. Mit einem Blinzeln richtete er sich auf, und kletterte aus dem Bett, das wie üblich nicht das seinige war. Ohne noch einen Blick auf die Blonde zu werfen, die leise irgendetwas murmelte, schlüpfte in seine Hose und knöpfte das weiße Hemd zu. Im Vorbeigehen stibitze er sich noch eine Krawatte aus dem Schrank - warum auch immer sie eine besaß, gehörte vielleicht ihrem Freund - und knotete sie mit einigen geschickten Bewegungen um seinen Hals, während er die Stufen vor ihrer Wohnung hinabstieg. Das erste Morgengrauen zog gerade am Himmel auf, als Kyle den Weg zu der Universität zurückgelegt hatte. An den Straßenrändern öffneten zaghaft die ersten Läden, spontan betrat Kyle den ersten, der sich als Fachhändler für Studentenbedarf aller Art auswieß. "Verzeihung Sir, wir haben noch nicht geöffnet." Der Mann hinter der Theke, der dem Augenschein nach seine besten Jahre hinter sich hatte, blickte von seiner Kasse auf, und musste etwas schlucken, als er Kyles hellblonde Haare und gepiercte Gesichtsteile erblickte. Kyle seufzte, und zeigte in das Regal zu seiner Rechten. "Ich habe leider vergessen, für meine erste Lesung heute einzukaufen, und würde dies gern bei ihnen nachholen. Ich benötige einen Zeichenblock, Kohlestifte, Aquarellfarben, Pinsel...", der Verkäufer sah ihn ungläubig an, da Kyle tatsächlich vollkommen ohne Ausrüstung hier aufgelaufen war, und die Liste seiner Bestellungen immer länger wurde, "... ich kann natürlich auch zu ihrem Konkurrenten gehen" beendete Kyle seine Aufzählung, und blickte den alten Mann abwartend an. Der schüttelte nur den Kopf, und raffte stumm alles zusammen, und Kyle legte das Bargeld auf den Tisch. In dem ebenfalls soeben gekauften Rucksack verstaute er seinen Einkauf, und schloss mit einem leisen Klingen die Ladentür hinter sich. Wie lächerlich. Er hatte nicht einmal Feenglanz verwenden müssen. Menschen waren so unvergleichlich leicht aus der Fassung zu bringen. Es musste nur einmal etwas geschehen, was nicht in ihre engstirnigen Regeln passte, und sie würden nur noch hilflos zappeln wie ein Kelpie auf dem Trockenen.

Seine erste Vorlesung war recht früh angesetzt, aber da er eh verhältnismäßig wenig Schlaf brauchte, störte ihn das nicht. Mit einem Lächeln nickte er der ein wenig desorientierten, bunt gekleideten Seminarleiterin zu, die ihn verblüfft anstarrte und dann zögerlich zurück nickte. Er schmunzelte leise. Wie würden sie wohl schauen, wenn sie wüssten, dass jeder einzelne seiner Piercings aus Silber war? Er als Prinz und somit durchaus mächtiges Feenwesen war zwar so gut wie immun gegen Eisen, aber so wahnsinnig oder auch masochistisch, dass er es sich unter die Haut pflanzen lassen würde, war er dann auch wieder nicht. Er musterte die wenigen Leute, die schon anwesend waren. Die meisten unter ihnen wirkten so, wie die meisten ihrer Mitmenschen Künstler oftmals verschrien: Bunt, ein wenig desorganisiert und verträumt. Er lächelte leise in sich hinein. Gerade unter solchen Menschen fühlte er sich am wohlsten. Er zog sein Handy aus der Tasche, nur mäßg daran interessiert, wer sich neben ihn setzen würde.

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BeitragThema: Re: .midsummernight {cube. & #berry}   Mo Aug 20, 2012 3:01 am

Mit einem Kissenabdruck direkt auf der Wange rollte sich Felice von der linken Seite auf die Rechte, da die Sonne laut Wecker gleich emporsteigen würde um sie endlich aus dem Bett zu schmeißen, aber genau das galt es ja zu verhindern. Sie zog die Decke höher, die den kleinen, zierlichen Körper ohnehin bereits bis zum Hals zugedeckt hatte und nun bis zur Nasenspitze alles von ihr versteckte, bis auf eine kleine Stupsnase und viele verwuschelte blaue Haarsträhnen. Sie begann wieder einzudösen, während langsam ihr Fuß unter der Bettdecke hervorlugte. "VIVIAN GEB' MIR DEINEN LOCKENSTAB! ABER ZACKIG!" ,krähte plötzlich Abigails Stimme über den Flur und Felice Zimmertüre wurde von Vivian aufgestoßen. "Wach auf Fee! Wo zur Hölle hast du meinen Lockenstab versteckt?" Felice murrte auf, drehte sich wieder auf die andere Seite, wurde von den ersten Sonnenstrahlen brutal erstochen und setzte sich auf. "...Liegt auf dem Wohnzimmertisch.", murmelte sie verschlafen und Vivian wiederholte gleich lautstark. "LIEGT AUF DEM WOHNZIMMERTISCH!" Vivian verließ das Zimmer und trat zurück auf den Flur um dann Richtung Küche zu verschwinden, ließ also eine mürrische Felice zwischen ihren Kissen und der Decke die sie langsam zurückschob allein.
Nach einem Blick auf den Wecker überfiel sie allerdings ein leichter Anflug von Panik. Sie war schon wieder viel zu spät dran. Den karrierten Rock vom Boden neben den blauen Plüschhausschuhen aufhebend und hineinschlüpfend, griff sie nach dem dunkelblauen Hemd sclüpfte hinein und schloss die unteren Knöpfe. Es war zwar falsch geknöpft, aber dadurch, dass danach die ebenfalls rot karrierte Krawatte um den Hals gehängt wurde, fiel es gleich etwas weniger auf. Sie zog sich ihren Ring an und griff nach dem rot karrierten Rucksack, der wenigstens bereits gepackt war. Sie hüpfte sich sockend anziehend aus dem Zimmer auf den Flur, sah kurz nach links Richtung Küche, dann nach rechts Richtung Bad und entschied sich dann zunächst zweiteres zu besuchen. Sie bürstete die Haare überkopf, flechtete die rechte Seite etwas, ließ die Haare abermals kopfüber baumeln und fixierte den Pony mit einer Menge Haarspray, dass sie sich freundlicherweise von Abigail ausborgte.
"Tschüss, Kleine!", verabschiedete sich das Traumpaar wie aus einem Munde und Felice winkte sporadisch zurück. "Wenn mich heute nichts umbringt sehen wir uns heute Abend!" Sich ihren Pappkaffeebecher schnappend, den Moose jeden Morgen für alle mitbrachte schlüpfte sie in ihre Stiefelletten und hüpfte aus der Haustüre, das Treppenhaus hinunter, aus der alten Holztüre stürzend, um sich dann zügigen Schrittes zum Schulgelände bewegen.

Auf dem Schulgelände angekommen grüßte sie ein bekanntes Gesicht ehe sie den Pappbecher im Laufen noch in den Mülleimer verabschiedete um die Treppe mit freien Händen hochzustürmen. Sie betrat den Hörsaal erst nach dem sie sich vergewisstert hatte, dass sie wieder zu atem gekommen war und schritt dann die Plätze entlang. Ihr Stammplatz war besetzt, ihre Stammsitznachbarin, wenn man es denn so nennen wollte und sich kein Duden darüber aufregen würde, hatte sich dem Ziel ihrer Träume genähert, nachdem auch ihr Platz plötzlich besetzt war und lächelte Felice nur kurz entschuldigend, aber begrüßend entgegen. Felice seuftzte auf, sah sich um und ließ sich dann neben neben einem Kerl mit blondem Haar nieder. Sie war nicht erpicht darauf diesen genauer zu betrachten oder wie in F.E.A.R. ein Seelenband aus ihm herauszuziehen, aber der Freundlichkeit zuehren und um vielleicht benötigte Hilfe gewährleistet zu bekommen, grüßte sie ihn knapp, aber leicht freundlich, während sie ihr kleines Notizbüchlein und ihren Kulli aus dem Rucksack herauskramte. "Morgen." Mehr hatte sie im Moment nicht zu sagen.

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BeitragThema: Re: .midsummernight {cube. & #berry}   Mo Aug 20, 2012 5:14 am

Kyle warf einen Blick zu der eben neben ihm eingetroffenen... Blauhaarigen. Er musste lächeln. Auch wenn viele Menschen ihre Haare in den buntesten Farben trugen, sie taten es doch zumeist, um irgendetwas zu entfliehen. Sie hingegen trug blau, weil ihre Haare so sein mussten, sie waren blau, alles andere würde nicht gelten. Ja, sie hatte tatsächlich eine Haarfarbe gefunden, die gut zu ihr passte- was man nicht von vielen der hier Anwesenden behaupten konnte. "Guten Morgen. Wirklich schöne Haarfarbe." Er wartete einen Moment, ehe er sich wieder abwandte. Offenbar gehörte sie zu denen, die ihre Umwelt ruhig betrachteten, und nicht gleich mit jedem Fremden ins Gespräch gerieten. Als die Seminarleiterin zu sprechen begann, musterte Kyle sie aus dem Augenwinkel, und erhaschte einen Blick auf den Namen, der auf ihren Unterlagen geschrieben stand. Felice. Ihren Nachnamen ließ er außer Acht, solche Namen zählten in seinen Augen nichts. Aber ihren Vornamen, der, nach dem sie schon ein Leben lang gerufen worden war, ließ er sich innerlich auf der Zunge zergehen. Ein schöner Name. Er warf einen erneuten Blick auf sie, ganz direkt, sich keinerlei Unhöflichkeit bewusst. Ihr Blick war konzentriert auf die Lehrerin gerichtet, ihr zierlicher Körper saß entspannt und auf eine erfrischende Art selbstbewusst in ihrem Stuhl. Er grinste. Selbst unter dieser ungewöhnlichen Versammlung Menschen stach sie hervor, auch wenn es den Meisten höchstwahrscheinlich nicht ins Auge fiel, so wie ihm. Sie erinnerte ihn ein wenig an seinesgleichen, und zugleich hatte sie nichts, was signifikant für eine Fee wäre. Kopfschüttelnd wandte er sich wieder ab, um der Professorin zu lauschen. Diese forderte sie gerade auf, zur Einstufung ihres Könnens und ihrer Spontanität ein Porträt im Profil zu zeichnen- von ihrem Sitznachbarn. Kyle grinste der Blauhaarigen zu. "... in Kohle!" Als Kyle das vernahm, seufzte er enttäuscht. "Was für eine Verschwendung. Gerade die Farben deines Gesichtes wären lohnenswert zu malen. Aber nur in Kohle? Da könnte ich ja genauso gut jemand anderen malen." Völlig versunken in diesem -für ihn- Ärgernis, klaubte er seine Utensilien hervor, sich nicht im Geringsten bewusst, wie unfreundlich seine Worte von eben vielleicht gewirkt haben könnten.

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BeitragThema: Re: .midsummernight {cube. & #berry}   Mo Aug 20, 2012 8:10 pm

Er hatte guten Morgen gesagt. Felice selbst wusste noch nicht was an diesem Morgen gut sein sollte, immerhin war ihr noch nichts gutes wiederfahren, wenn man bedachte, dass sie von der Sonne aufgespießt worden war, von Abigail und Vivian für einen Lockenstab aus dem Bett geworfen worden war und dann noch im Anflug leichter Panik überhaupt aus dem Haus stürmen musste ohne sich ein vernünftiges Frühstück gönnen zu dürfen... Kaffee machte den Tag zwar ertragbarer, aber ein Frühstück war der Grundbaustein für jede Beziehung die man mit dem Tag eingehen sollte. Also was war an diesem Morgen noch gut? Naja vielleicht war ja einfach sein Morgen gut und und er ging davon aus, dass es sein Umfeld als gleiches empfunden hatte. Sie spitzte das Öhrchen. Was war das gerade gewesen? Ouh ja, Baby! Sie hatte gerade ein Kompliment vernommen! Ganz klar und deutlich in ihr rechtes Öhrchen! Kein Zweifel, das war ein Kompliment gewesen! Jetzt hatte der Morgen etwas, was ihn vielleicht zu einem guten Morgen machen würde! Er hatte also erstaunlicherweise Recht...komischer Kerl, der gleich Komplimente rauswirft, huh? Was solls, sie stand darauf Komplimente zu erhaschen. "Danke!",sagte sie also prompt.
Dann aber versuchte sie sich wieder von ihm abzuwenden um es zu schaffen, diesem Vortrag wirklich Gehör zu schenken und somit einen Sinn zu erschaffen, warum sie so früh aufgestanden war. Sie lehnte sich etwas zurück und schlug die Beine übereinander, während sie ihr Notizbüchlein aufschlug und etwas mit dem Stift in der Hand herumspielte. Als sie nun schließlich vernahm, dass man ein Portrait des Nachbars zeichnen sollte und dies mit Hilfe von Kohlestiften musste sie kurz die Stirn runzeln. Von Kohle wurden die Finger immer so dreckig.. Sie sah erstaunt zu ihrem Nachbarn als der aufseuftzte und noch ehe sie sich fragen konnte, was mit ihr denn nicht stimmte wurde ihr gleich ein Schwall von Ärgerniss entpuppt, der ihr entgegenschwemmte. Kurz blinzelnd, schwieg sie kurz, alles verarbeitend und zog dann während sie antwortete ihre Utensilien aus dem Rucksack. "Reg' dich ab, Mr. Unbekannt. Wenn es dich so stört, dass du meine Gesichtsfarbe...", sie stutzte kurz auf. War sie rot geworden? Sah sie komisch aus? Sie wusste es! Sie war ein Alien... Wo war sie gleich stehen geblieben? "...nicht auf dem Papier mit Kohle einfangen kannst, dann sieh es doch als Herausforderung. Wenn ich wirklich so interessante Farben auf mir verteilt habe, dann wirst du sie dir doch sicher merken können und in deiner Freizeit einfangen!" Sie lächelte leicht, sah das aber nicht als Aufforderung, sondern Beschwichtigung und zog die Beine an, während sie sich zu ihm drehte, den Blog auf ihren Schoß legte und den Kohlestift direkt auf ihn gedeutet in den Fingern hielt. "Ich hingegen werde jetzt völlig unfrustriert ein kleines Meisterwerk erschaffen, was nichts mit deiner Haarfarbe zu tun hat!" Sie grinste breit und betrachtete dann zum ersten mal ihr Gegenüber etwas genauer.

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BeitragThema: Re: .midsummernight {cube. & #berry}   Sa Aug 25, 2012 11:14 pm

Kyle stutze. Von ihr ging eine solche lebendige Energie aus, wie er sie nach seinem langen Aufenthalt in dieser Welt schon gar nicht mehr gewohnt war. Die meisten, die ihm begegneten, waren leblos, kraftlos- auch wenn sie Dinge wie "YOLO" schrieen und mit erzwungenen Eskalationen versuchten zu verdecken, dass sie nicht wussten was sie wollten und es sie verunsicherte, und sie hofften, in den Extremen sich selbst zu finden. Womit sie gar nicht mal so weit weg von ihm waren. Aber die warme, vorurteilslose Ausstrahlung dieses Mädchens war so angenehm, wie sich nach einem Spaziergang in kalter Winterluft vor den heimischen Kamin zu setzen und einfach die Tatsache zu genießen, dass man hier war. Kyle lächelte, als sie ihm mit dem Kohlestift drohte, und nickte dann. "Gut, dann will ich versuchen, mich dem anzuschließen." Er überschlug die Beine, legte den Block darauf ab, wog den Kohlestift in der Hand und betrachtete ihr Gesicht näher. Sie hatte ebenmäßige Gesichtszüge, strahlend grüne Augen, und einen leicht konzentrierten Blick aufgesetzt. Sie sah ihn ebenfalls an, mindestens so musternd wie er sie. Ihre Gestalt war zierlich, auch wenn ihre Haltung auf große Standhaftigkeit schließen ließ. Kyle spielte gedankenverloren mit der Zunge an einem der Piercings in seiner Unterlippe herum. Sie in Kohle zu zeichnen zu müssen, war zugleich eine Enttäuschung als auch -wie sie gesagt hatte- eine Herausforderung. Er prägte sich ihr Bild ein, schloss die Augen, und versuchte, die kräftigen Farben, die sie so sehr leuchten ließen, auszublenden. Mit einem Nachgeschmack von Bedauern gelang es ihm. Entschlossen setzte er einen ersten Strich. Er betrachtete ihn, und nickte zufrieden. Das war es, was sich an ihr in Kohle einzufangen lohnte. Diese ungewollt elegante, ruhige Haltung, völlig versunken in das, was sie gerade tat. Die nächsten Striche gingen ihm schneller von der Hand, und bald schon war das, was er da auf Papier bannte, deutlich als Mensch zu erkennen. Er beließ es bei ihrem Oberkörper- laut der Aufgabenstellung hätte er nur ihr Gesicht zeichnen sollen, doch das wäre ihm unvollständig vorgekommen. Vorsichtig setzte er die letzten Schatten um ihren Mund. Er hatte festgehalten, wie sie unwillkürlich leicht auf ihre Lippe gebissen hatte, als sie sich konzentrierte. Er musste grinsen, als er den Kohlestift beiseite legte, und sich mit einem Taschentuch notdürftig die Finger putzte. Das Bild war besser, als er erwartet hatte. Er linste auf seine Sitznachbarin, die noch vollkommen in den letzten Schliff ihrer Zeichnung versunken war, dann berührte er leicht mit einer Fingerspitze das Blatt. Einen Moment, fast kaum wahrnehmbar, legte sich ein mattgoldener Schimmer auf das Blatt, dann verschwand er. Kyle lächelte. Dieses Bild hatte es verdient, ein eigenes Herz zu haben, um die Menschen zu fesseln. Es hatte es verdient, dass man es ansah, und nicht übersah. Das und nichts anderes hatte er dem Bild gegeben. Er sah es in diesem Moment nicht mehr als etwas, was er geschaffen hatte, sondern als etwas, was sich selbst geschaffen hatte durch ihn. Eine ethische Auffassung von Kunst, die unter Feen weit verbreitet war. Er lehnte sich zurück, in Erwartung dessen, was die Blauhaarige wohl aus ihm gemacht haben würde. "Übrigens- ich bin Kyle."

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BeitragThema: Re: .midsummernight {cube. & #berry}   So Aug 26, 2012 12:58 am

Er wirkte ziemlich edel, wie er ihr gegenüber saß. Die hellen Haare wild verstreut und trotzdem wirkten sie korrekt, als gäbe es keine andere Art in der sie so perfekt an der ebenso hellen Haut liegen könnten. Sie fand, dass Menschen mit heller Haut schon immer etwas königliches an sich hatten, ohne dass sie etwas dafür konnten, weshalb sie diesen ganzen Selbstbräunerquatsch auch garnicht erst ins Blickfeld nahm. Auch seine Augen stachen durch dieses helle Grün hervor, womit er ihr unbewusst auch ein wenig Angst einjagte. Sie wandte den Blick kurz ab, auf ihr leeres Blatt Papier blickend. Sie sollte nur sein Gesicht malen...sie würde es das Blatt ausfüllen lassen. Sie zog den Kohlestift näher zu ihrem Körper heran und begann ganz vorsichtig auf dem Papier einen dünnen Strich zu ziehen, zog ihn sehr langsam um ganz genau seine Konturen einzufangen, setzte ab. Er blickte ihr nicht mehr ins Gesicht, was ihr die Unsicherheit ein wenig nahm und so beobachtete sie ihn kurz. Er hatte die Augen geschlossen, womit er aussah als würde er für diesen Moment der einzige Mensch auf der Welt sein, bezaubernd wie er seine Wirkung verändern konnte. Aber wie wollte sie das einfangen? Sie versuchte sich genau diesen Moment in das Hirn hineintätowieren zu lassen und wandte schnell den Blick ab, bevor etwas neues seiner Gesichtszüge ihre Idee verfliegen lassen würde.
Sie zog die Kohle sauber über das Papier, die Hand etwas verdreht um sie nicht zu verwischen und langsam bildete sich das Gemälde von dem ziemlich hübschen Kerl direkt vor ihr, den sie vermied anzusehen. Es war er, wie er den Kopf leicht gesenkt hatte, die Augen geschlossen, wodurch er die geschwungenen Wimpern präsentierte, sein Blick also Nichts und Niemandem auf der Welt galt und nur für sich und den Moment da zu sein schien. Seine Lippen lagen aufeinander, seine Haare fielen ihm leicht über die Stirn, nur natürlich, dass sie alle leicht nach vorn fielen. Seine Piercings hatte sie bis zu diesem Zeitpunkt weggelassen, also zeichnete sie sie nun ein und erkannte dadurch, dass es mindestens genauso viele waren, wie sie hatte. Was wohl sein Grund dafür gewesen war? Sie drehte die Hand etwas und begann vorsichtig mit dem kleinen Finger die Kohle etwas zu verwischen um ihm Dreidimensionalität zu verleihen, wobei sie sich unbewusst leicht auf die Lippe biss, aber nicht wie sonst an ihrem Piercing knabberte, sondern keine weitere Ablenkung zuließ.
Als sie geendet hatte blickte sie das Gesicht nocheinmal an und nickte dann ganz langsam. Sie mochte es und beschloss deswegen, ihre Signatur darunter zu setzten. Diese bestand aus zwei Schmetterlingsflügeln ohne Körper und einem F, der diesen ersetzte. Auch dies verwischte sie etwas, damit es nicht zu hart im Kontrast zu dem eigentlichen Kunstwerk stand. Und erst dann sah sie wieder auf, nachdem sie eine Regung ihres Partners bemerkte und er sein Wort erhob. Kyle? Das schien irgendwie zu ihm zu passen, auch wenn sie den Namen bis jetzt noch nie gehört hatte. Sie ließ ihr Hände erst sinken, während ihr Blick sich hob, dann zogen sich ihre Zähne von der Lippe zurück und sie legte den Kohlestift beiseite, sich die Hände abputzend. "Freut mich. Ich bin Felice Campabel. Bist du fertig?" Erst jetzt wurde ihr wirklich bewusst, dass sie sich von jemand Anderem hatte malen lassen, dass sie jemand Anderem das Einverständnis gegeben hatte ihren Ausdruck einzufangen, Kyle entscheiden durfte, was er ihr für Makel gab, ob und dann war da noch die Tatsache, dass sie nicht wusste, wie gut er malen konnte. Würde sie gleich vor Scham unter den Tisch kriechen oder würde sie entrüstet Jemandem entgegenblicken, den sie heute morgen so nicht im Spiegelbild gesehen hatte? Oder war er sogar besser als sie und sie würde sich gleich entschuldigen müssen, dass sie ihn schlechter 'eingefangen' hatte als er sie?

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BeitragThema: Re: .midsummernight {cube. & #berry}   Mo Sep 03, 2012 4:20 am

Kyle lächelte ruhig. "Ja, bin ich. Du bist überraschenderweise auch ohne Farben ein gutes Model." Mit einer vorsichtigen, geschickten Bewegung drehte er das Blatt so, dass sie einen guten Blick auf ihr auf Papier gebanntes Konterfei hatte. Sie hatte es wohl schon erahnt, und im gleichen Moment ihre Zeichnung zu ihm gedreht. In Sekundenschnelle ermattete sein Interesse an ihrer Reaktion über seine Zeichnung. Überrascht starrte er ihr Bild an. Er war ja schon immer der festen Überzeugung gewesen, dass Menschen in der Kunst der Magie am Nächsten kamen, aber das hier war... ohne es selbst zu merken, starrte er das Bild mit leicht geöffnetem Mund an. Das hier war außerordentlich, erst recht in Maßständen der stumpfsinnigen Menschen. Sicher, hier und da waren kleine Unreinheiten, die von der Unsicherheit einer menschlichen Hand herrührten, aber es war ein Bild von so fesselndem Charakter, dass er sich gewaltsam seinen Blick davon losreißen musste, um sich stattdessen die Künstlerin zu betrachten. War sie eine von ihnen, die sich daran amüsierte, ihn derart zum Narren zu halten? Entschlossen streckte seinen Arm aus, und streifte sie leicht an ihrer Hand, während er sie prüfend anstarrte. Nichts. Er spürte nichts in ihrem Blut, was über die Magie hinausgehen würde, die in jedem dieser Wesen lebte. Perplex ließ er sich in seinen Stuhl sinken, den Blick immer noch auf sie gerichtet. "Irritierend." Er wandte sich von ihr ab, völlig versunken in seine Überlegungen. Dann, als ihm ein spontaner Gedanke kam, blickte er wieder auf. "Das ist ein ziemlich gutes Bild, meine Hochachtung." Er setzte sein charismatischstes Lächeln auf, und blickte sie direkt an. "Isst du schon mit jemand bestimmtem zu Mittag? Wenn nicht, würde ich dir als meiner Muse des heutigen Tages gerne etwas Gutes tun- und wenn es dein Lieblingsessen ist." Erwartungsvoll wartete er auf ihre Antwort. Dieses Mädchen war interessant. Obwohl sie vermutlich ein Mensch war, hatte sie Präsenz, Aura und Talent einer Fee. Er wollte mehr Zeit mit ihr verbringen, herausfinden, was es mit ihr auf sich hatte. Auch wenn sie -höchstwahrscheinlich- eine Fee war, die ihn hereinlegen wollte. Nichtsdestotrotz, es fühlte sich wie eine interessante Episode in seinem ewigen Leben an.

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BeitragThema: Re: .midsummernight {cube. & #berry}   Fr Sep 07, 2012 10:34 am

Felice selbst starrte eine geraume Zeit nur auf das Bild das Kyle ihr dort präsentierte und behaupten wollte, dass es ihre Schönheit war, die er dort auf diesem zuvor trostlosen Stück totem Baum, eingefangen hätte. Sie bezweifelte das sehr, aber es gab nunmal nicht viele in diesem Kurs, die auf ihrem Platz saßen, mit Kyle zusammenarbeiteten, mit ihm sprachen und die schlichtweg einfach so aussahen wie ihr Spiegelbild es ihr verklickern wollte. Sie lächelte. So schön hatte sie sich selbst noch nie betrachtet, so schön zeigte es ihr die steht verschmierte Glasscheibe im Badezimmer nie. Eher im genauen Gegenteil. Man erkannte die Konturen, man erkannte die Farben, aber es hatte weniger Stil und viel mehr Kälte in der Sichtweise, als dieses absolut perfekte Bild. Sie schien plötzlich so anbetungswürdig, wie es ihr sonst nie offensichtlich gewesen zu sein und sie sah von dem Bild langsam auf zu dem Künstler selbst.
Er selbst schien ihre Künste ebenfalls ganz okay zu finden, jedenfalls schien sein Blick weniger entsetzt als vielmehr überrascht..und ein bisschen Verzweiflung war zu erkennen. Verzweiflung war nicht gut. Verzweiflung war garnicht gut. Er mochte ihr Bild nicht. Schande über ihr Haupt, dass sie so einem guten und begabten Künstler nicht die Stirn bieten konnte, obwohl sie es gewagt hatte ihn zu malen.
Dann aber tat er etwas unerwartetes. Er berührte sie und es war entgegen aller schlechten Vorahnungen einem Mann sich gegenüber kein Schlag, auch kein Kneifen oder ein elender Fingernagel-Schnitt wie man es von einem Mädchen erwarten würde, es war einfach nur ein kurzes streifen ihrer Hand, dass sie etwas aus der Fassung brachte. Die Schönheit über ihr eigenes Gesicht gefangen von dessen Kohlestiften, verschwand sofort aus ihrem Gedächnis und wich der Frage, was Kyle da gerade tat oder eben nicht tat. Er lehnte sich in seinem Stuhl zurück, nachdem er die Hand wieder weggezogen hatte und sah sie dann weiter direkt an, während Felice langsam skeptisch schaute. "Irritierend." Ertönten seine Worte und sie runzelte die Stirn. "Allerdings." Sie legte den Kopf schief und wurde dann gleich von dem nächsten Ereignis überrumpelt. Er sah sie erwartungsvoll an, während er sie fragte, ob sie mit ihm zusammen Mittagessen wollte. Um ehrlich zu sein hätte sie im ersten Moment liebendgern aufgeschrien, den Block vor ihr Gesicht gehalten um sich selbst zu schützen und währe das Risiko eingegangen, rückwärts mit ihrem Stuhl auf den Boden aufzuschlagen und sich so sämtliche Schädelteile zu zersplittern und elendig zu sterben...aber man wollte erwachsen bleiben - sie wollte erwachsen bleiben. Sie sah ihn also erst einmal mit etwas prüfendem Blick an, nicht verstehen was Sinn und Intention des Sprechers waren und analysierte ganz langsam in ihrem Kopf, Wort für Wort zerstückelnd. Er fragte. Er fragte sie. Er fragte sie, ob sie bereits mit jemandem essen täte. Er fragte sie ob, er mit ihr essen dürfte. Er fragte sie ob er allein mit ihr essen dürfte. Er fragte sie ob er allein mit ihr essen dürfte, und dabei handelte es sich indirekt zu einer Aufforderung ihm ihr Leibgericht zu offenbaren, damit er sie darauf einladen konnte... "Suspekt." ,murmelte sie und sah sich dann, nach dem sie etwas stirnrunzelnd vor ihm gesessen hatte, den Oberkörper leicht zurückgelehnt, das Bild weiter zwischen ihren Händen präsentierend, etwas nach links und rechts um, um ihren Blick von ihm abzuwenden und wieder eine gerade Sitzhaltung einzunehmen. Sie hatte Hunger, dass konnte ihr Bauch ihr nicht durchgehen lassen und wenn es sich um kostenloses Essen handelte...warum nicht? "...Okay... Die Muse des Tages hätte gerne etwas sättendes. Salat ist heute ziemlich fehl am Platz und auf Diät bin ich eh nicht. Wie wäre es mit ner Pizza? Ich will dem größten Künstler des Tages schließlich nicht verarmen sehen!" Sie lachte kurz und legte das Blatt dann auf den Tisch. Wie raste sie nur immer ins offene Feuer hinein? Wie schaffte sie das, obwohl ihre Haare extra blau waren - nicht rot!?

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BeitragThema: Re: .midsummernight {cube. & #berry}   Sa Sep 08, 2012 1:30 am

Kyle strahlte erfreut, als sie die Einladung annahm. "Etwas sättigendes also? Sehr gern!" Immer noch lächelnd wandte er sich wieder der Vorlesung zu, da die Dozentin ihren Redefluss wiederaufgenommen hatte, und nun etwas zu Portraits im Allgemeinen, ihre Bedeutung und ihre Schwerpunkte erzählte. Er wusste es alles, also schaltete er halb ab, und verlegte sich darauf, seine Sitznachbarin aus dem Augenwinkel zu mustern. Sie hatte ihre Konzentration ebenfalls wieder der Rednerin zugewandt, und wieder bemerkte er diese Art an ihr, sich der Sache die sie gerade tat, vollkommen zu widmen. Ein leises Lächeln umspielte seine Lippen. So ein schöner, klarer Geist. Etwas, was es wahrlich zu schützen galt, hatte er doch schon so viele Menschen gesehen, die von ihrem eigenen Leben verdorben waren. Ihr Bild von ihm lag noch immer sichtbar auf dem Tisch, also vertiefte er sich noch ein Mal mehr in ihr Kunstwerk. Die Linien mit den Augen nachzeichnend, kam er nur wieder zu dem selben, verwirrenden Schluss. Das hier war der Arbeit einer Fee würdig. Er runzelte die Stirn. Aber wer wäre schon fähig, bei direktem Hautkontakt vor ihm zu verbergen, was er oder sie in Wahrheit war. Er bemerkte erneut ihre Signatur in der Ecke des Bildes. Er schmunzelte. Ein F zwischen zwei Schmetterlingsflügeln. Sie brachte ihn wirklich ins Grübeln. Was und vor allem wer war sie?
Die Vorlesung verging wie im Flug, und als die Dozentin die Schlussworte sprach, deutete Kyle auf das Bild. "Darf ich das behalten? Es geschieht so selten, dass man derart hervorragend auf Papier gebannt wird. Es sei denn du möchtest es selbst behalten... du kannst aber auch gerne dein Bild behalten, wenn dir das wie ein einigermaßen fairer Tausch vorkommt. Wenn nicht, behältst du einfach beide Bilder." Er erhob sich lächelnd, und bot ihr seine Hand. "Ich kenne einen guten Pizzaladen in der Nähe. Wollen wir?" In seinem Kopf kreisten immer noch die Gedanken. Sie war zweifelsohne ein Wesen, was ihm für den Moment große Faszination entlockte, war sie doch so klar und gleichzeitig so rätselhaft. Ohne dass es ihm selbst bewusst war, hatte dieses Mädchen sich innerhalb dieser kurzen Zeit schon einen festen Platz in den komplexen Gedankengängen des Feenprinzen erobert.

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BeitragThema: Re: .midsummernight {cube. & #berry}   Do Sep 27, 2012 10:55 am

Felice hatte das Bild vor sich auf den Tisch gelegt, es zwischen ihren Ellenbogen eingerahmt, als sie sich während wie wieder dem Unterricht lauschte und die Informationen die sie erhielt in sich aufsog, als gäbe es kein Morgen. Sie hatte die Augenlieder leicht gesengt, was nicht zuletzt damit zusammen hing, dass sie immer noch leicht schläfrig war, obwohl sie den Kaffee getrunken hatte... Mitlerweile musste sie auch gestehen, dass ihr Bauch ihrer Antwort zu Kyle zustimmte. Der Hunger wurde langsam aber sicher deutlicher spürbar und so musste sie sich selbst eingestehen, dass sie sich darauf freute eingeladen zu werden, so hoffte sie es zumindest. Denn besonders viel Geld hatte sie leider nicht für jeden Tag übrig...Nicht jeder konnte sich besessen von TV und Internetshopping durch die Onlineshops teurer Markenlabels aus den USA klicken...nicht jeder konnte sich die Schottenröcke leisten und nicht jeder sich eine Fellmütze um damit vorm Palast der Queen zu posieren.
Aber für eine Pizza würde es im Notfall noch reichen, denn bei den Männern von heute konnte man sich nie so sicher sein, wie genau sie das Einladen verstanden. Es konnte den Gentlemen geben, der sich auch wirklich Mühe gab, aber es gab auch die Pleiten, dass die meisten danach aufstanden und sie die Kosten bezahlen lassen. Sie lehnte sich wieder etwas zurück. Genau genommen wusste sie rein garnichts über Kyle, außer das sie wusste, wie er aussah und dass er unglaubliches malen konnte. Sie sah zu ihm, als er sie erneut ansprach. "Mein Bild? Ja, gut. Natürlich. Ich finde schon das es okay ist, wenn du dein Bild bekommst und ich mein Bild. Ich mag es also wäre es für mich eindeutig ein Trumpf nicht?" Sie lächelte ihm zu und sah dann zu ihrem Abbild, das seinige in die Hand nehmend und es mit dem Abbild ihm zuwendend vor sich haltend. Dann streckte sie es leicht von sich um es ihm zu überreichen, irgendwo doch feierlich, weil sie stolz auf sich selbst war, etwas geschaffen zu haben, was ihrem Gegenüber gefiel. Und das, obwohl sie nicht ein Stilleben gemalt hatte, dass sie zuvor so postiert hatte. Das war unglaublich ausschlaggebend. Sie legte es schließlich auf seine Tischseite um es nicht weiter unnötig zu betatschen und packte ihre Sachen zusammen, als die Stunde nun endete und schob sich einen der Träger wieder auf die Schulter und sah zu ihm und ihrem Abbild. Wenn sie ehrlich war, dann freute sie sich auch auf das Essen mit ihm. Sie wollte wissen, wie der Mensch war, den sie gemalt hatte, der sie gemalt hatte.

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BeitragThema: Re: .midsummernight {cube. & #berry}   So Okt 14, 2012 1:45 am

Kyle schmunzelte, als er das Bild sicher in seiner Tasche verstaute und selbige über seine Schulter schwang. Mit einer beinahe neckenden Bewegung bot er ihr gentlemanhaft seinen Arm an, lies die Entscheidung ob sie annehmen oder die Distanz zwischen ihnen wahren würde, aber wohlweislich bei ihr. Langsam setzten die beiden sich in Bewegung, begleitet von ein paar neidischen Blicken anderer Studentinnen, die Kyle aber verträumt ignorierte und sich stattdessen mit leuchtenden Augen an Felice wandte: "Du hast ein ziemliches Talent, was das malen betrifft, das weißt du hoffentlich. Und auch als Model wunderschön." Seine Stimme klang ehrlich, ganz einfach, weil sie es war. Er hatte wirklich einen tiefen Respekt vor ihrer Kunst entwickelt und in seinen Augen war sie wirklich einer der schönsten Menschen, die er bisher getroffen hatte. Kyle war niemand, der wie Menschen sich daran aufreiben würde, dass ihr Gesicht gepierct war oder nicht zu 100% in das Schema eine klassischen Schönheit passte. Sie hatte ein Strahlen, dass von innen kam, und sie in einem Licht badete, von dem er nicht genug bekommen konnte. Er ertappte sich bei dem dringenden Wunsch, sie zum Lachen zu bringen. Er wollte sehen, wie ihr Lachen über ihr Gesicht huschte, ihre Augen zum funkeln brachte und die hellen Töne die Luft um ihn herum schwingen ließen. Anders als die Menschen hatte Kyle eine andere Sicht auf Details, andere Prioritäten. Er betrachtete sie von der Seite, als sie unter einigen langsam verblühenden Bäumen die Straße zum Cafè hinuntergingen. Sie hingegen hatte den Blick fest in die wirbelnden Blüten gerichtet, fasziniert davon, wie sie im Wind einen letzten Tanz vollführten, entschlossen die ganze Welt mit ihrer berückenden Schönheit ein letztes Mal zu verzaubern, ehe sie zugrunde gehen würden. Versonnen streckte Kyle seine schlanken Finger aus, und eine völlig intakte Blüte segelte auf seine Handfläche, als hätte sie es so gewollt. Was niemand außer ihm sah war, dass es auch so war. Die farbenfrohen, strahlenden Blütenblätter waren der Rock einer winzigen Fee, die ihm eine Kusshand zuwarf. Er lachte leise, dann gab er ihr stumm zu verstehen, was er vorhatte. In stillem Einverständnis nickte sie, fröhlich darüber, in ihren letzten Tagen ihrem Prinzen einen Gefallen zu tun, und noch dazu einen, der ihr solche Aufmerksamkeit und Freude bereiten würde. Mit einem Lächeln hielt Kyle Felice an, streckte seine Hand aus, und setzte mit einer vorsichtigen Bewegung die Fee in ihre Haare, ein Stück über dem Ohr. Diese lächelte nur leise, und rollte sich in ihren Haaren zusammen. Er lachte leise. "Das steht dir gut." Er ließ seine Finger vielleicht einen Moment länger als nötig an ihrem Kopf, ehe er weiterging. Schnell waren sie in dem kleinen, verträumten Cafè am Park angekommen, aus dem ein köstlicher Geruch nach Mittagstisch strömte, was das Schild an der Tür auch versprach. Höflich zog Kyle erst den Stuhl für seine Begleitung vor, ehe er sich selbst setze. "Iss was du willst, ich zahle." Er sah sie ruhig und interessiert an.

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BeitragThema: Re: .midsummernight {cube. & #berry}   Mo Okt 15, 2012 12:50 pm

Felice hatte sich ebenfalls erhoben und ihren Rucksack auf die Schulter gehoben, beide Bügel richtend und dann zu Kyle sehend. Den Arm fand sie zwar sehr einladend, aber aufgrund der Blicke die sie wohl außnahmsweise nicht wegen ihrer blauen Haare erhielt, rieten ihr davon ab den Arm tatsächlich anzunehmen, weshalb sie vorsicht eine Hand hob um dankend abzulehnen. Trotzdem schritt sie neben ihm her, aus dem Augenwinkel die Menschen beobachtend, die sie und ihn anstarrten. Sie sah zu ihm hoch, als er begann zu sprechen und ihr erneut ein Kompliment machte. Legte er es tatsächlich darauf an, Komplimente an sie zu verteilen und das mit einem recht guten und reinen Gewissen? "Ich...ähm...danke. Als Model? Ich hab doch nicht viel gemacht, das meiste war doch deine Arbeit, die dir mindestens ebensogut gelungen ist. Hast du bereits vorher schon was mit Kunst gemacht? Ein Anfänger scheinst du mir nicht zu sein!", sagte sie freudig und zu ihm hoch gewand. Als er sie anhielt um ihr eine Blüte ins Haar zu stecken musste sie bedenken, dass das doch eine recht andere Geste war, als sie sie gewohnt war. Die aus der WG hätten sich die Blüte entweder selbst ins Haar gesteckt, sie garnicht gewürdigt oder einen heiden Tamtam darum gemacht, dass sie eine Blute in den Haaren trug. Sie war sicht nicht ganz sicher, ob ihr die Blüte wirklich stand, oder ob er sie einfach nur nicht wieder rausziehen wollte, der Peinlichkeit wegen. Sie entschied vorerst einfach das Kompliment anzunehmen und lächelte dankbar zu ihm hoch, als sie mit den Fingern nach der Blüte tastete, vorsichtig, damit sie sie ja nicht beschädigte. Das sich gleich damit auch eine kleine Fee in ihren Haaren befand, ahnte sie natürlich nicht, doch hätte sie es gewusst, hätte sie diese Blüte wahrscheinlich nie wieder hergegeben. "Ich danke dir. Aber so sicher bin ich mir da nicht." Sie schritt weiter neben ihm, sich nun trauend, doch etwas näher neben ihm zu laufen.
Als sie vor ihm saß und diesen wundervollen Satz hörte, dass er zahlen würde, verflogen natürlich alle Zweifel an ihn und sie schenkte ihm ein strahlendes Lächeln. Wer für ihr Essen aufkam, der war ein echter Gentlemen und auf grund der Tatsache, dass ihr Bauch bereits zu knurren begann, wurde nur deutlich, dass sie das Angebot nicht ausschlagen würde, dazu war es einfach zu verlockend, zu richtig und zu gut. "Du erwartest aber keine Zinsen, keine hinterhältigen Sachen, oder dass ich etwas anderes tue, oder? Denn wenn nicht, dann hätte ich gerne die gefüllte Teigtasche und eine Tasse Kaffee!" Mit einem etwas dezenteren Lächeln lehnte sie sich zurück und fügte dann ein "Bitte." hinzu. Die Höflichkeit wollte gewahrt werden!

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BeitragThema: Re: .midsummernight {cube. & #berry}   Do Okt 18, 2012 6:53 am

Kyle lachte, als er ihren Magen knurren hörte. "Doch, ich verlange etwas dafür! Dass du dich in Zukunft von mir einladen lässt bevor du so einen Hunger hast." Er schlug die Karte auf, und bestellte sich seinerseits eine Penne und einen schwarzen Kaffee. Auch wenn er sicherlich noch einige Tage ausgekommen wäre ohne etwas zu essen, er hatte das Bedürfnis, so menschlich gesellig in einvernehmlich essendem Schweigen dazusitzen wie die anderen. Als er in etwa die Hälfte verputzt hatte, hob er seinen Blick, und kam auf ihre zuvor gestellte Frage zurück. "Oh ja. Ich male schon solange ich denken kann. Ich habe mich dieser Kunst so sehr verschrieben, weil ich ein großer Anhänger von dem Sprichwort 'Ein Bild sagt mehr als tausend Worte'. Ich meine, als Beispiel deine Haare. Ich könnte einen Roman darüber verfassen, wie sie fallen, dein Gesicht einrahmen, wie ihre Farbe im Sonnenlicht glänzt... und trotzdem würde ich nie Worte finden, die diesem Blau und dieser Ausstrahlung gerecht werden. Einfach schon, weil man auch beispielsweise Farben nicht in Worte fassen kann - Worte aber durchaus in Farben." Er schloss seinen Vortrag mit einem Zwinkern ab, und machte sich wieder über sein Essen her. Wann hatte er das letzte Mal in Gesellschaft gegessen? Er wusste es nicht mehr. Normalerweise, wenn er andere zum Essen einlud saß er still daneben, zahlte oder führte eine meist unbedeutende Konversation, die nur den späteren Aufenthalt des Mädchens sichern sollte. Er sah Felice kurz an, verspürte aber nicht im Geringsten Lust dazu, mit ihr genauso zu verfahren. Lachend und leicht den Kopf schüttelnd blickte er wieder in sein Essen. Sie musste eine Elfe sein. Immerhin würde keine Sterbliche, die nicht der Magie mächtig war, ihn so... verwirren. Er zog eine Augenbraue hoch, und schob die letzten drei Löffel seines Essens unschlüssig auf dem Teller hin und her. "Sag mal... glaubst du an Übersinnliches? So... Elfen oder so?" Betont beiläufig schob er sich den nächsten Löffel in den Mund, sie aber aufmerksam beobachtend, um sie bei der kleinsten verräterischen Geste zu enttarnen.

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BeitragThema: Re: .midsummernight {cube. & #berry}   Sa Okt 20, 2012 12:28 am

Felice hatte sich in der Zeit in der sie auf ihr Essen warteten etwas zurück gelehnt, die Beine übereinander geschlagen und mit den Fingern abermals über die Blume in ihrem Haar gestrichen. Sie fühlte sich unglaublich weich an und ganz langsam, wie sie ihre Fingerkuppen zu streicheln schien, wünschte sich Felice fast, dass Kyle ihr das Kompliment nicht gemacht hatte, weil er es nicht ernst gemeint hatte. Sie wünschte sich sogar sehr, dass diese kleine Blüte in ihren blauen Haaren großartig zur Geltung kam, ganz wie sie es verdiente. Was sie wohl zu Hause mit ihr tun sollte? Sie wollte nicht, dass sie vertrocknete, aber mit einer Blüte konnte sie wohl oder übel nicht lange mit dem Tod spielen, oder? Sie könnte sie in ein Wasserglas legen, oder aber sie würde sie in diesem komischen Gelee-Kerzen-zum-selber-machen-Zeugs einlassen... In einem Weinglas käme sie bestimmt super zur Geltung! Der Plan war gefasst und das Essen wurde zum Tisch getragen. Während sie einen Moment über die Blüte nach gedacht hatte, hatte sie komplett vergessen, dass noch jemand mit ihr am Tisch saß, es war ihr aber zu peinlich um nachzufragen, ob er etwas gesagt hatte, was sie verschlafen hatte. Wie hätte sie sich auch rechtfertigen sollen? Er schien ihr zwar nicht nach einem Menschen, der nicht gewillt wäre ihr zuzuhören, aber sie war sich sicher, dass er die verdiente Aufmerksamkeit, dafür dass er sie zudem auch einlud, gerne erhielt um sie für sich ganz persönlich zu beanspruchen. Aber sie wusste rein garnichts über ihn, nicht?
Aber es gefiel ihr nicht, nichts über ihn zu wissen und so freute sie sich sehr darüber, als er ihre Frage beantwortete, sie es mitbekommen konnte und nahm sich ganz fest vor, sich von nun an auf ihn zu konzentrieren und alles was er ihr erzählte in sich aufzubewahren, wie sie es mit der Blüte vor hatte. Mitten in seiner Ausführung verzog sie leicht das Gesicht, wodurch eine Mischung von erfreut und zufrieden auf ertappt und genervt traf. Sie war nicht auf ihn bezogen, eher darauf wie intensiv ihn ihre Haarfarbe beschäftigte. Nicht dass er nachher noch einen Haarfetisch hatte und ihr jeden Tag von dem Blau erzählen würde, dass sie natürlich als wunderschön empfand, aber doch eher gewohnt war, dass darüber weniger schöne Kommentare zu ihrem Ohr vordrangen. Aber trotzdem würde sie ihm zuhören, denn dass hatte sie sich ja gerade felsenfest vorgenommen. Sie lächelte also und biss zufrieden wieder in ihre Teigtasche, darauf achtend und mit dem Zeigefinger verhindernd, dass das Gurkenstück gerausfiel. Sie fand Teigtaschen zu essen sowieso sehr kompliziert und fragte sich wieder, warum sie ihm gegenüber so komisch da saß und mit ihrer Teigtasche kämpfte. Wieso hatte sie nicht etwas leichter zu handhabende Sachen bestellen können? Aber er lud sie ein und sie liebte dieses Zeugs nunmal... Ach was er würde sich daran bestimmt nicht stören.
Als das Wort Elfe an ihr Ohr drang, fiel das Gurkenstück doch herunter und sie sah überrascht auf. Sowas war sie noch nie so schnell gefragt worden. Auf Dauer wurde es zwar jedem klar, aber ... Ihre Augen strahlten förmlich um die Wette und sie nickte schnell, die Teigtasche etwas sinken lassend. "Aber natürlich glaube ich an Elfen! Und wie ich daran glaube. Ich finde sie unheimlich faszinierend und so wundervoll, obwohl sie so zart zu sein scheinen haben sie doch so ein ausgeprägtes Gemüt und eine total frei entfaltete Seele und woar! Aber Elfen sind natürlich nicht das einzige, ich finde auch Hexen richtig toll, auch wenn ich sie an Halloween immer sehr übertrieben dargestellt finde. Ich mag es, wenn sie vor ihrem riesiegen Kessel im Kamin stehen und dann einfach lachen ihre ganz eingegen Dinge darin anstellend. Oder hier Sumpfmonster! Großartige Wesen, auch wenn sie natürlich ein bisschen schleimig und dreckig sind, sind also nicht zu empfehlen bei sich zu Hause einzuladen, aber dagegen dass man sie mal besucht spricht doch nichts, oder? Vielleicht würden sie sogar ein bisschen netter sein, wenn man öfter mit ihnen im Frieden reden würde. Wusstest du, dass die Federn die Harpyen tragen tatsächlich ihre eigenen sein sollen und es praktisch ein Seelenspiegel darstellen soll in welcher Farbe und mit welcher Musterung ihr Federkleid sie ziert, auch wenn ihre Persönlichkeit und ihr Geruch sehr ...gewöhnungsbedürftig sind? - oh...Entschuldige, dass ich so viel rede." Ihre Beigeisterung die sich darin geäußert hatte, dass sie sogar ihre Teigtasche zur Seite gelegt hatte und wild am gestikulieren war, schien in peinliche Stimmung zu verfallen. Warum hatte sie sich auch so mitreißen lassen? War das nicht der Grund, mit dem sie alle verschreckte? Sie sah peinlich berührt zum Tisch und schob das heruntergfallene Gurkenstückchen auf die Servierte.

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BeitragThema: Re: .midsummernight {cube. & #berry}   Di Okt 30, 2012 3:29 am

Kyle musste auf all die Jahrzehnte Benimmtraining zurückgreifen, die er genossen hatte, um sie nicht mit heruntergeklapptem Kiefer anzustarren. Sie war eine von ihnen. Sie musste es sein. Jetzt hatte sie sich verraten. Er kniff die Augen zusammen, versuchte angestrengt, ihre elfische Aura zu lesen, aber sie verbarg sie offenbar meisterhaft. Aber welcher Mensch sollte schon eine derartige Liste an Fakten in einem solchem Brustton der Überzeugung vorbringen? Kein Mensch, ein Elfenwesen, beschloss er. Brennend daran interessiert, wie sie es schaffte, sich selbst vor ihm zu verbergen und noch viel mehr daran, warum, beugte er sich leicht über den Tisch. "Interessant. Ich glaube ebenfalls an Dinge wie diese, auch wenn dein Enthusiasmus gleichermaßen bewundernswert wie interessant ist. Wie bist du darauf gekommen, gerade so einem Thema deine gesteigerte Beachtung zu schenken? Und viel wichtiger... wärst du gerne selbst eine?" Den letzten Satz schob er mit dem beiläufigstem ihm möglichen Tonfall nach, sich wieder nach hinten fallen lassend und nach seinem Glas greifend. Er gab vor, ruhig einen Schluck zu trinken, hielt seine jadefarbenen Augen jedoch auf ihrem Gesicht fixiert. Die lebendige Röte auf ihren Wangenknochen, der silbrig glänzende Akzent ihres Piercings, ihre Augen, die fast so grün leuchteten wie seine eigenen. Er brannte sich jeden Zug ihres Gesichtes ein, verzweifelt bemüht, darin zu lesen, um die Informationen zu erhalten, nach denen er suchte.

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BeitragThema: Re: .midsummernight {cube. & #berry}   So Nov 04, 2012 7:19 am

Erstaunt hob sie den Blick wieder an, als er einwarf, dass sein Glaube ebenfalls solchen Wesen galt und ihn mit gleichermaßen Erstaunen und Bewunderung anblickend klappte ihr Kiefer leicht hinab, während sie die unglaublich hellen Augen musterte, die ihr nun so gar keine Angst mehr zu machen schienen. Sie wusste nicht ob sie ihm glauben sollte, denn er wirkte so souverän, als wäre es dass alltäglichste Thema, dass er darüber sprach und nachdachte und zugab an etwas besonderes zu glauben, was die anderen als paranormal und Humbuk abstempelten. Sie legte den Kopf leicht schief. Konnte sie einem derart ernsten Blick wirklich zutrauen, dass er daran glaubte, oder machte sie sich lächerlich, wenn sie weiter davon sprach und diese kindliche Freude an den Tag legte, während er sie zum Essen einlud? Sie hatte sich ihm gegenüber bestimmt ziemlich unhöflich verhalten und hätte sich entschuldigen sollen, aber sie wusste sein Verhalten einfach nicht zu deuten. Sie bemühte sich aber mit Leichtigkeit wieder zu lächeln und nickte dann "Natürlich wäre ich gerne selbst eine. Ich wäre damit garantiert viel zufriedener, als damit bloß ein Mensch zu sein. In mehrerer Hinsicht sind wir ziemlich langweilig, oder? Nun ich habe viele Märchen gelesen und später halt auch andere Bücher in denen sie vorkamen. Um ehrlich zu sein, finde ich sie einfach besser gelungen als jedes andere Geschöpf, dass sich hier in unserer Großstadtwelt herumtreibt." Sie sah leicht beschämt zurück zu ihrer Teigtasche und hob sie wieder an um hinein zu beißen, die leichte Hitze die in ihren Kopf stieg unter den fast schon strengen Blicken von Kyle, konnte sie selbst entnehmen, dass sich ihre Wangen langsam färbten und das war nun wirklich nicht ihr Ziel gewesen. Sie biss also wieder in die Teigtasche hinein um einen anderen Punkt zu haben, dem sie ihre Aufmerksamkeit schenken konnte. Sie aß damit also die letzten kleinen Stücke auf und sah danach wieder auf. "...Und du?" Sie fuhr mit ihrer Zungenspitze nach und nach über ihre Fingerkuppen um Krümel und Soßenflecken zu vermeiden, danach strich sie sich kurz mit den Fingerspitzen in die Mundwinkel und hoffte darauf, dass es keine peinlichen Überreste gab. Nachfragen konnte sie ja schlecht, immerhin war er keine der Freundininen die mit einem auf die Mädchentoilette verschwanden um dort gegenseitig den Lippenstift zu verbessern...allemal würde er wohl folgen um dann mit einem zusammen in der Klokabine zu verschwinden und Dinge zu tun, an die sie angesichts ihrer leichten Röte besser nicht dachte...

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BeitragThema: Re: .midsummernight {cube. & #berry}   Mi Nov 14, 2012 11:03 am

Kyle grinste, als er ihre indirekten Komplimente an ihn hörte. Gut, sie hegte eine Bewunderung für seine Rasse, aber das schloss ihn ja wohl mit ein. Sie wischte sich mit einem leicht geröteten Gesicht die Krümel aus den Mundwinkeln, und fixierte einen Punkt auf dem Tisch vor sich. Er neigte leicht den Kopf. "Oh ja, ihr Lebensstil ist... extravagant nach menschlichen Maßstäben." Geschickt wand er sich darum herum, eine Lüge in den Mund zu nehmen. Das Spiel beherrschte er auch. Was ihn allerdings zutiefst irritierte, war, dass sie nach wie vor absolut glaubhaft auf ihre Menschlichkeit bestand. Er runzelte die Stirn und nippte an seinem Getränk. Felice, die seine musternden Blicke wohl auf eine leicht missbilligende Weise interpretierte, blickte nervös zu Seite. "Felice?" Seine Stimme war halblaut und warm wie eine Sommerbrise, und als sie hochsah tippte er sich mit einem freundlichen Lächeln in den linken Mundwinkel, den Kopf leicht zu ihr neigend. Es schien ihm ein wenig zu forsch, sich vorzubeugen und den letzten Krumen ihres Essens selbst aus ihrem Mundwinkel zu wischen. Hektisch machte sie sich an dessen Beseitigung, immer noch diese lebendige Röte auf den Wangen. Das Lächeln hielt sich hartnäckig auf seinem Gesicht. Auch als sie unsicher wieder aufsah, vergewisserte er ihr, dass er es nicht übel nahm und alle Reste endgültig verschwunden waren, indem er seine Mundwinkel noch ein Stück weiter hob. Er blickte sie versonnen an. "Gut gesättigt?" Mit einem Wink rief er den Kellner heran, und bat um die Rechnung. "Hast du heute noch ein Vorlesung oder darf ich die Ehre an mich reißen, dir auf dem Heimweg Gesellschaft zu leisten?"

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BeitragThema: Re: .midsummernight {cube. & #berry}   Mi Dez 05, 2012 7:01 am

Verflixt, hatte sich also doch noch ein Krümel in ihrem Mundwinkel versteckt und den hinterhältigen Plan ausgeheckt sie blamieren zu wollen. Seine Stimme war so weich und wohlig warm gewesen, als wenn ein warmer Sommerwind ihre Wange gestreift hätte, so zärtlich, als wenn ein Wattebausch über ihre Haut gestrichen hätte. Fast schon in der Erwartung einen der schönsten Momente ihres Lebens erleben zu können blickte sie auf und sah in sein Gesicht hinein. Seine Augen schienen wieder zu funkeln, als läge ein eigenes Universum darin und doch wurde es für sie gleich schon wieder peinlich, als er ihr versuchte still klar zu machen, dass sich der Hinterhalt, den sie versucht hatte zu vertuschen, doch noch breit machte. Ja es war traurig, aber was sollte man tun? Die Röte meldete sich zurück und sie strich ihn sich aus dem Mundwinkel. Es war ihr wirklich unangenehm, also versuchte sie seinem Blick einen Moment auszuweichen, ehe er abermals begann zu reden und sie den Kopf wieder anhob. Immernoch war seine Stimme unglaublich leicht zu verstehen, drängt fast ohne es zu wissen, alle anderen Geräusche in den Hintergrund. "Danke für die Einladung.", sagte sie stattdessen, gab damit aber natürlich auch wieder, dass es ihr durchaus sehr gemundet hatte. Der Krümel war Zeuge gewesen. Ach du Schreck, er wollte sie nach Hause bringen? Konnte sie es riskieren das Risiko einzugehen, dass Vivian und Abigail ihn erblicken könnten? Eigentlich nicht, aber sie wollte mehr über ihn erfahren. "Nein nein, ich habe keine Vorlesungen mehr. Wenn du dir das antuen willst, bitte, ich halte dich nicht auf." , lachte sie erleichtert darüber, dass sie ihn noch nicht verscheucht hatte. Sie zupfte ihren Rock ein bisschen zurecht ehe sie sich erhob und ihren Rucksack wieder schulterte. Sie sah zu Kyle und nachdem dieser bezahlt hatte hüpfte sie zur Gläserenen Eingangstüre und kurz darauf hinaus auf den Gehweg. Sie wartete auf Kyle und tapste dann ein paar Schritte vorraus. "Ist auch nicht besonders weit von hier entfernt, das heißt ich halte dich nicht länger auf als nötig!" Sie lächelte ermutigend zu ihm hoch und beobachtete sein Gesicht ganz genau. Was er ihr unterbreiten würde? Und vorallem, würde sie ihn besser kennen lernen? Sie war sich noch nicht ganz sicher, in welcher Situation sie derzeit steckte, sie wusste nur , dass er spannender war, als manch einer glauben wollte.

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BeitragThema: Re: .midsummernight {cube. & #berry}   Di Feb 05, 2013 1:30 am

Kyle erwiderte ihr Lächeln, froh, dass sie ihn nicht abgewiesen hatte. Leise schob er seinen Stuhl an den Tisch, und hielt ihr die Tür des Cafès auf. Auf der Straße streckte er die Hände in die Tasche und schlenderte neben ihr her, bedacht ihr lieber ihren Freiraum zu lassen. "Du musst den Weg anzeigen, ich habe keine Ahnung wo du wohnst." Er grinste ihr zu woraufhin sie nickte und ihm versicherte, dass sie ihn schon rechtzeitig warnen würde, wenn sie abbiegen müssten. Er warf einen langen, nachdenklichen Blick in den Himmel, dann wieder zu Felice. "Du siehst aus, als würden dir einige Fragen auf der Zunge liegen." Er lachte leise, dann folgte er dem von ihr entschlossen vorgegebenen Weg. "Stell sie ruhig. Ich vertraue einfach mal darauf, dass du ausreichend Gespür besitzt, um zu intime Nachfragen als solche zu erkennen und zu unterlassen." Kyle schenkte Felice ein kleines Zwinkern, die Fee in ihren Haaren lachte leise. Intimitäten? Gerade der Sommerhof war bekannt dafür, dass freie Liebe gerne in die Praxis umgesetzt werden durfte. Kyle warf der Fee einen winzigen tadelnden Blick zu, dann widmete er seine Aufmerksamkeit wieder Felice. "So viel Geheimnisvolles ist an meiner Person ohnehin nicht zu finden. Ich bin nicht viel mehr als das, wonach ich aussehe." Mit einer Handgeste deutete er an sich herunter und zuckte die Schultern. Wenn sie eine von ihnen war, konnte sie ohnehin dass sehr schwache aber warme Licht erkennen, was zu jeder Tages- und Nachtzeit von seiner Haut ausging und im Schlag seines Herzens pulsierte, würde sehen, dass seine Augen in einem viel intensiveren Grün strahlten als es bei Menschen je der Fall sein könnte, würde die katzenhafte leichte Schrägstellung seiner Augen als elfisch erkennen, sehen, dass seine Haare funkelten wie gesponnenes Gold und seine Ohren nach oben hin spitz zuliefen. Er lächelte sie aufmunternd an. "Frag, was auch immer du fragen willst."

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BeitragThema: Re: .midsummernight {cube. & #berry}   So Feb 10, 2013 8:47 am

Ein blick von ihm in den Himmel und schon wusste er , wie man Felice zu lesen hatte? Wie fies. Sie war drauf und drann einen kleinen Schmollmund zu ziehen, dass man so leicht aus ihr lesen konnte, aber sie verkniff es sich, denn sie war ja einen ernst zu nehmende erwachsene Frau. Die sollte keine intimen Fragen stellen? Sie musste schmunzeln, sie würde schon nicht nach seiner Mama fragen. Nach der Mutter fragte sie immer erst, wenn es etwas ernster wurde, denn sie hatte einmal gelesen, dass nur ein anständiger Mann liebevoll über seine Mutter reden konnte, ein Serienkiller hingegen war da wie ein Wespennest und da sie derzeit unbewaffnet war, wollte sie sich das doch lieber schenken. Hier zu sterben war zwar nicht das schlechteste, immerhin wäre er ein prachtvoller Mörder und ihr Bauch war mit leckerem Essen gefüllt worden, aber naja, doch nicht bevor sie zwanzig geworden wäre... Er deutete an sich hinunter und Felice setzte ein ernstes Gesicht entgegen seines aufmunternden Lächelns und presste die Lippen aufeinander um nichts unverschämtes zu sagen. Er war wirklich verdammt attraktiv. Wieso nochmal, hatte sie ein bisschen Angst vor seinen Augen gehabt? Sollte man nicht immer auf seinen Bauch hören? Da tat es nichts zur Sache, dass an seinem Bauch warscheinlich kein einziges Speckröllchen zu finden war... "Ich bitte dich, antworte ehrlich. Bist du ein Serienkiller?" Sie lächelte nicht, sie meinte es vollkommen ernst. Mit ihrer Kampfgröße von 1.58 mochte das ganze vielleicht etwas lächerlich aussehen, aber sie fixierte seine wundervollen grünen Augen mit ihrem Blick fest. Sie hoffte inständig er würde Nein sagen, denn einen besonderen Fluchtplan hatte sie nicht und das einzige Ass im Ärmel war, dass er nicht wusste wo sie wohnte. Ooh das war nicht viel. "Und die nächste Frage : Wieso magst du Elfen, wieso interessierst du dich für Elfen und wieso kennst du das Wort überhaupt?" Erst jetzt wagte sie sich ein wenig zu lächeln, aber immer noch darauf achtend, dass kein Sabberfaden an ihrem Mund herabbaumeln würde, während sie ihn von oben bis unten betrachtete. Denn er hatte es ihr ja praktisch angeboten, ihn zu verinnerlich- ... besser sie dachte nichts, was sie selbst falsch verstehen konnte. Besonders, wenn dieser Kerl ...Kyle vor ihr genau zu wissen schien, was in ihr vorging.

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BeitragThema: Re: .midsummernight {cube. & #berry}   So Feb 10, 2013 9:17 am

Etwas aus der Fassung gebracht erwiderte Kyle Felice' prüfenden Blick. Ob er ein Serienkiller war? Wie kam sie denn darauf? Okay, für menschliche Verhältnisse hatte er ziemlich viele Piercings im Gesicht. Aber eigentlich wirkte sie nicht wie jemand, der sich daran störte. Er überlegte kurz. Es kam doch auch unter Menschen häufig vor, dass männliche Wesen auch nachdem man sich noch kaum kannte ihre weibliche Bekanntschaft nach Hause eskortierten. Das war es also vermutlich auch nicht. Verwirrt zog er die Brauen zusammen und beschloss, einfach mal ehrlich zu antworten. "Nein, um Himmels Willen", er lachte, um der Situation etwas auf die Beine zu helfen, "und wenn ich die Veranlagung haben sollte - was man ja niemals vollends ausschließen kann - bin ich zumindest bis dato einer ohne Opfer." Er legte den Kopf schief, ernsthaft interessiert. "Warum fragst du? Wirke ich so beängstigend?" Auf ihre andere Frage hin zuckte er leicht die Schultern. "Ich bin, sagen wir, in einem Umfeld aufgewachsen, wo der Glaube an Elfen einfach dazugehört. Beantwortet das deine Frage?" Er bog ab, als sie mit einer Geste um die Ecke wies. "Okay, ich bin dran: Bist du hier in der Stadt aufgewachsen? Ein Klassiker von Frage." Wieder untermalte er seine Worte mit einem Lächeln, dass ehrlich freundlich war. Er mochte es, mit ihr zu sprechen.

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BeitragThema: Re: .midsummernight {cube. & #berry}   So Feb 10, 2013 11:12 am

Felice lachte erleichtert etwas auf. Oh zum Himmel, er hatte gesagt, er war kein Serienkiller. Und das sogar glaubhaft. Großartig, jetzt konnte sie sich wieder ungeniert mit ihm unterhalten ohne Angst haben zu müssen, bei dem nächsten Satz drauf zu gehen. Sie atmete tief ein und erleichtert wieder aus. "Ich hatte ein bisschen Angst bei deinen Augen, um ehrlich zu sein, auch wenn sie echt hübsch sind." Sie bogen um die Ecke und sie legte die Hände an die Träger des Rucksackes. Ob sie schon immer hier gewesen war...Nein war sie nicht. "Okay, okay. Du hast gesagt du bist kein Serienkiller, glauben wir dir mal und erzählen dir meine Lebensgeschichte. Als ich noch eine ganz kleine Felice war, zog ich mit meinen Eltern von Canada nach England um, aber auch hier sind wir noch einmal umgezogen und erst kürzlich bin ich zusammen mit ein paar Freunden in eine WG umgezogen, weil es sich ja doch langsam mal anbietet auf halbwegs eigenen Beinen zu stehen. Und da wohne ich im Moment immernoch." Sie lächelte wieder zu ihm auf, nachdem sie für die Kurzfassung ihren Blick von ihm abgewandt hatte. "Ich will dich nicht ins kalte Wasser schubsen, deswegen die Vorwarnung. Es ist deine Entscheidung wie weit du mich nach Hause begleitest, denn wenn dich meine Weiber sehen, dann ist dir hoffentlich klar, dass ich erstens ausgefragt und zweitens in Gerüchte eingebunden werde. Und soweit ich weiß sind wir nicht zusammen. So unsensibel das auch klingt, aber wenn ich nur als Bettgeschichte für dich interessant bin, dann solltest du dich schleunigst umdrehen und sayunara rufen." Sie sah nicht wütend oder abwertend zu ihm hoch, vielmehr fragend und aufrichtig. Sie wollte nicht, dass er sich umdrehte, auch wenn sie natürlich nicht als unattraktiv empfunden werden wollte. Verzwickte lage, warum noch gleich hatte sie die Klappe schon wieder aufgerissen? "Ich meine du kannst dich natürlich auch umdrehen und mir sagen, dass ich wunderschön bin statt zu sagen, du bist zwar ganz sexy, aber das reicht nicht um Gerüchte in Kauf zu nehmen, das täte meinem Ego natürlich auch gut...Oder wir können so tun, als hätte ich nie was gesagt, denn ich merke gerade wie bescheuert das klingt..." Sie schlug sich die Hände vor die Stirn und vergrub ihr Gesicht darin. Zu peinlich, sie wollte ihn jetzt nicht ansehen.

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BeitragThema: Re: .midsummernight {cube. & #berry}   Fr März 01, 2013 6:39 am

Kyle bewegte minimal seine beiden Augenbrauen aufeinander zu, als er hörte, dass sie wohl aus Angst vor seinen Augen nachgefragt hatte. Wieder brandeten Zweifel in ihm auf. War sie wirklich eine von ihnen? Sie spielte die Rolle ihrer Naivität so perfekt, dass er nicht sagen könnte, was sie war. Es irritierte ihn. Normalerweise las er sowohl in seinesgleichen als auch in menschlichen Wesen wie in einem offenen Buch. Erst Recht in menschlichen Frauen. Aber sie, sie war ihm ein absolutes Rätsel. Ihre Oberfläche war glatt und wunderschön wie ein von Eis überzogener See im Winter, doch wann immer er in ihre Augen sah, erahnte er, was darunter lag. So wie man das Wasser unter dem Eis sehen konnte, wenn man aufmerksam hinsah. Doch irgendetwas, eine selbstsichere Stimme ganz hinten in seinem Kopf, sagte ihm, dass er, sollte er jemals durch dieses Eis brechen, im Wasser weder ertrinken, noch erfrieren würde, sondern er würde lernen, zu schwimmen. Innerlich tätschelte er der Stimme den Kopf. Elfische Hellsicht pflanzte einem doch zuweilen die absonderlichsten Metaphern ein, ohne ernst zu nehmenden Anlass. Um zu zeigen, dass er ihr durchaus gelauscht hatte, neigte er freundlich den Kopf. "Eine WG also - Ist das nicht wahnsinnig anstrengend? Ich habe bis jetzt seit ich aus dem Haus meiner Eltern ausgezogen bin alleine gelebt." Ein ehrliches Lächeln stahl sich auf seine Lippen, als sie von ihren Mitbewohnerinnen sprach. Er schob die Hände in die Taschen seiner Hose und schenkte ihr einen vorsichtigen, aber eindringlichen Blick. Grade wollte er zu einer Antwort ansetzen, als sie, getrieben von ihrer Verunsicherung über die eigenen Worte, auch schon weitersprach. Ungläubig lauschte er dem, was sie sagte. Also, er hatte ja schon mit einigen Exemplaren ihrer Gattung zu tun gehabt, und auch schon einige Wege erlebt, auf denen Dinge direkt mitgeteilt wurden, aber sie war mal wirklich direkt. Das merkte sie wohl auch selbst, denn sie hielt inne und vergrub peinlich berührt das Gesicht in den Händen, es nicht wagend, zu ihm aufzusehen. Plötzlich, wie aus dem Nichts, verspürte er den starken Impuls, sie in seine Arme zu schließen und an sich zu drücken. Irritiert vertagte er diesen Gedanken, und machte einen kleinen Schritt auf sie zu, um vor ihr etwas in die Knie zu gehen, damit er in Etwa auf einer Höhe mit ihr war. Dann streckte er vorsichtig, um sie nicht zu verschrecken, seine Hände aus und legte sie leicht auf ihre, wie ein Laubblatt, was federleicht auf den Boden trudelte. Sehr sanft, aber entschieden löste er ihre Hände von ihrem Gesicht und fixierte ihren Blick, ehe sie eine Chance hatte, sich abzuwenden. "Sagen wir es so: Ich male nicht mal gerne Menschen, die auf einem normalen Niveau attraktiv sind. Und ich habe es genossen, dein Bild zu malen." Er schob diesem etwas kompliziert verpackten Kompliment ein strahlendes Lächeln hinterher, dann streckte er sich wieder auf Volle Höhe. Mit einem Lachen, leise wie das Rauschen eines Baches, deutete er ihr mit einer altmodischen aber vornehmen Geste an, dass sie weiterhin vorgehen könnte. "Ich denke, ich werde damit leben können, Mittelpunkt einer Gerüchteküche zu sein." Er zwinkerte ihr amüsiert zu, immer noch etwas lachend. Es war aber auch zu zauberhaft, wie sie sich eben in ihr Schneckenhaus verkrochen hatte.

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BeitragThema: Re: .midsummernight {cube. & #berry}   Fr März 01, 2013 10:38 am

Felice blinzelte leicht, da sie unter ihren Händen nicht all zu viel sah und sich dennoch sicher war, dass ihre Wangen rot waren. Wie konnte sie sich auch immer in solche Situationen bringen? Nun ja genau betrachtet, war die Ursache für die peinliche Aktion ziemlich schnell gefunden, aber sie wollte sich selbst nicht einreden, dass es wirklich so wäre, nachher würde es sie zu sehr verändern. Aber da war etwas, was sie noch nervöser machte... Das Gefühl, dass er ihr näher kam als eben. Diese Ahnung bestätigte sich, als er seine Hände direkt auf ihre legte und so dafür sorgte, dass er ihr Gesicht sehen konnte. Sie wollte schnell den Kopf wegdrehen um ihre roten Wangen irgendwie zu überspielen, da sie durch das tiefe Luft einatmen wieder leicht normale Farbe annahmen, aber er fesselte ihren Blick, ehe sie sich den Kopf zu drehen wagte und so starrte sie gerade zu in seine hellen, grünen Augen. Sie wirkten fast ein bisschen wie Diamanten, so aus nächster Nähe. Moment, Nähe? Ach du schreck, sie blinzelte leicht, aber mehr auf die Reaktion von sich selbst zu erfahren, dass sie ihn ganz ungeniert schon wieder angestarrt hatte und das, wo er ihr so nah war. Sie betrachtete ihn aufmerksam, schielte dann zu seinen Lippen als er zu sprechen begann und ließ sich die Worte gleich dreimal im Kopf zergehen. "Sagen wir es so: Ich male nicht mal gerne Menschen, die auf einem normalen Niveau attraktiv sind. Und ich habe es genossen, dein Bild zu malen." Das klang gerade zu wundervoll, aber sie wollte sich nicht direkt darauf einigen. Das erste mal durch den Kopf flattern lassen ließ sie zu dem Schluss kommen, dass es ein Kompliment sein musste. Es musste ein wahrhaft nettes Kompliment sein, generell hatte er heute fast nur Gutes zu ihr gesagt. Er hatte ihr ein Kompliment nach dem anderen Geschenkt, er musste einen guten Tag haben. Sie musste einen guten Tag haben. Die Worte schallten erneut durch ihren Kopf, diesmal aber mischte sich sein Lächeln dazu. Oh gott er lächelte umwerfend! Auch das hatte sie heute schon einige male gesehen, er musste wirklich einen guten Tag haben, er schenkte ihr Komplimente und viele Lacher?! Er hatte unglaublich hübsch geschwungene Lippen, wenn man es so aus der Nähe betrachtete. Sie gefielen ihr gut, jetzt da er so nah und auf ihrer Augenhöhe war, fiel es ihr auch nicht sonderlich schwer... der dritte Durchgang. Er war direkt vor ihr, sah ihr in die Augen, machte ihr ein Kompliment. Moment, er hatte ausgedrückt, dass er sie... er fand sie attraktiv. Er fand sie nicht nur normal attraktiv. Er fand sie übernormal attraktiv. Er fand sie verdammt sexy, so richtig schön alá Filmstar. Sie war mehr als eine Megan Fox, wenn man es so sah. Sie war Felice Coco Campabel und sollte mindestens eine Megan Fox sein? Ihre gerade erblassten Wangen wurden promt wieder Tomatenrot und sie wollte ihm gerade dankend um den Hals fallen, als ihr genau das auffiel. Die Lippen schürzent, unterdrückte sie leicht ein breites Grinsen, was zu einer komischen Grimasse wurde, die man mehr schlecht als recht als Lächeln identifizieren konnte. "Chrm chrm...", räusperte sie sich kurz. Ehe sie wieder ernst ihren Kopf anhob und sich vornahm, sich das aufzusparen. Er erhob sich wieder und sie folgte ihm, hinter seinem Rücken noch kurz einige Grimassen schneidend, die pures Glück bedeuteten. Er war ihr völlig fremd, aber er hatte ihr ein großartiges Kompliment geschenkt. Das würde sie ihm hoch anrechnen. "Schön, äh ich meine gut! Du bist gewarnt! Du scheinst es ja gerade zu zu mögen im Mittelpunkt aller Gerüchte zu stehen?!" , versuchte sie ihn leicht zu necken, während sie ihn um die Ecke herum manövrierte.

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BeitragThema: Re: .midsummernight {cube. & #berry}   Di März 05, 2013 6:08 am

Kyle zog ein betont unschuldiges Gesicht, während er sich von Felice um eine Ecke dirigieren ließ. "Na ja, es gibt schlimmere Gerüchte, deren Mittelpunkt man sein kann, denkst du nicht?" Er wechselte in einen überzogen dramatischen Tonfall, ehe er fortfuhr: "Man könnte beispielsweise durch falsch verbreitete Informationen mit einem Male Kopf eines Drogenkastells sein, dessen Namen man noch nie gehört hat, ein gesuchter Verbrecher sein, angeblich schon tot, lang verschollen geglaubter Sohn, Kind einer unehelicher Verbindung, Verbrecher höchsten Grades, oder aber", er blickte sie lachend an, um ihr zu signalisieren, dass die folgenden Worte keineswegs böse gemeint waren, "man könnte für einen Serienmörder gehalten werden." An einem Aufblitzen in ihren schönen, grünen Augen erkannte er, dass die Anspielung auf geplantem Wege zu ihr durchgedrungen war. In Erwartung einer Antwort legte er den Kopf in den Nacken, den strahlend blauen Himmel begutachtend, den er zwischen den flauschigen, weißen Wolken erkennen konnte. Es war ein wirklich herrliches Wetter. Ein Tag, wie dafür geschaffen, am Nachmittag mal wieder seiner Familie einen Besuch abzustatten, immerhin hatte er gehört das im Moment auch Puck in Oberons Sommerresidenz wohnte. Ein Lächeln umspielte seine Mundwinkel. Wie lange war es diesmal her, dass er Puck das letzte Mal gesehen hatte? Wenn ihr nächstes Treffen unmittelbar bevorstand, schien die Zeit, die dazwischen lag, auf eine nichtige Zahl zusammenzuschrumpfen. Einzig und allein die Anzahl der langen Bögen Pergament, eng mit seiner Schrift gefüllt und voll mit Worten über das, was Kyle in seiner Welt während seines Aufenthaltes in der Menschenwelt entging, zeugten davon, wie lange es wieder einmal her war. Oberon scheuchte ihn aber auch herum. Als wenn er nicht auch ohne die Streiche von Kyles bestem Freund genug zu tun hätte. Sie schlenderten gerade an einem Park vorbei, erkannte Kyle, als die glockenklaren Stimmen singender Gräserfeen an sein Ohr drangen. Einmal mehr bedauerte er die Menschen, die so blind durch ihre Welt rannten. Die in ihrer Zerstörungswut sich das nahmen, was sie so reich machte. Aber wer nicht sah, der wusste auch nicht. Und die, die glaubten, waren rar geworden. Die Menschen verließen sich in diesen Zeiten lieber auf das, was sie selbst mit ihren Händen schufen als auf das, was schon immer gewesen war. Erschaffen war das neue Sein. Metall ersetzte Träume. Ohne die Kinder und die, die sich noch immer bereitwillig verzaubern ließen von dem, was sie nicht kannten, was sie nicht geschaffen hatten, wären ihre beiden Welten schon längst auseinander gedriftet, und Kyle wäre niemals hier gewesen. Er sog nachdenklich an einem Piercing in seiner Unterlippe. Metall ersetzte Träume. Das war auch der Grund, warum Eisen Elfen und Feen verbrannte. Sie waren geboren aus Licht, Musik und Träumen. Eisen war kalt, stumm, und der Mensch hatte es sich dort in dein Kopf gepflanzt, wo einmal seine Träume gewesen waren. Sie glaubten zwar, sie träumten noch, aber nur weil sie vergessen hatten, was einmal gewesen war. Was in einer Welt gewesen war, die davon lebte, dass Menschen von ihr träumten. Die Verbindung zwischen den beiden Welten war immer schwächer geworden, und irgendwann würde die Magie die Welt der Menschen vollends verlassen. Dann wäre da statt Glauben, Träumen, Licht und Musik nur noch Wissen, Streben, Kunstlicht und Disziplin. Aber sie würden es nicht bereuen - denn sie würden vergessen, dass es je etwas anderes gegeben hatte. Das war der Grund, warum Utopia für die Menschen niemals existieren würde. Weil sie es vergaßen, Stück für Stück.

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BeitragThema: Re: .midsummernight {cube. & #berry}   Di März 05, 2013 8:26 am

Felice musste schmunzeln, als sie sein unschuldig wirkendes Gesicht betrachtete. Es wirkte so surreal an ihm, denn er schien ganz genau zu wissen, was er wollte und wie er wohin gelangte. Nicht berechnend, sondern vielmehr wissend und erwachsen, wenn man so wollte, aber anders. Er war nicht wie diese Sesselpupser mit Krawatten um, wenn er seine Krawatte trug, dann saß sie bestimmt nicht direkt an seinem Kragen an. Er sprach von der Gerüchteküche, wobei er gleich in die schlimmsten Gerüchte hineingriff. Ganz speziell betrachtet war es wirklich widerlich, was es für Gerüchte gab und wie selten sie gerechtfertigt waren. Gab es sowas wie gerechtfertigte Gerüchte überhaupt? Sie wusste es nicht, aber so viel wollte sie auch nicht darüber nachdenken. Denn es gab schönere Dinge, zum Beispiel konnte sie Kyle's Mimiken beobachten. Erstaunlich wie viele Gesichter er ihr an einem Tag schon hatte zeigen können, ob noch mehr davon in Felice Blickfeld fallen würden? Vorbei an dem Park zwischen den beiden Häuserketten, beobachtete sie ihn, wie er leicht lächelte, dann aber wandte sie beschämt den Blick ab. Sie konnte ihn jetzt nicht die ganze Zeit anstarren. "Ja, sehr wahrscheinlich hast du Recht. Da vorne ist es schon. Danke schonmal, dass du mich noch begleitet hast!", sagte sie wieder lächelnd, aber nach vorn sehend. Sie blieb vor einem kleinen grünen Törchen stehen, dass an einer Mauer angebracht worden war, stieß es mit der Hüfte auf, während sie auf einen kleinen Gehweg trat der zu einer grauen Treppe führte und damit auch zur braunen Eingangstür des Mietshauses. Sie zog ihren Rucksack nach vorn um den Haustürschlüssel hervorzukramen, doch sie kam garnicht dazu, denn das Fenster im zweiten Stock wurde aufgezogen und schon hingen Vivian und Abigail mit ihren Köpfen über der Fensterbank. "Fee, meine Liebe, wie ich sehe bringst du Besuch mit?" , rief Abigail grinsend hinunter, während Vivian loslachte und sich wieder verzog. Felice zog eine kleine Grimasse, den Schlüssel endlich findend, nachdem sie den Kopf in den Nacken gelegt hatte und zu den beiden herauf gesehen hatte. Hier blieb aber auch garnichts unbemerkt. Sie sah wie sich das Fenster schloss und lächelte entschuldigend zu Kyle, kam sich aber überführt und leicht dümmlich vor. "Das sind die die ich eben gemeint habe." , versuchte sie sich zu erklären und schritt zur Eingangstüre den Schlüssel ins Schloss steckend und aufdrehend. "Also vielen Dank nochmal und...", kaum hatte sie die Tür ein wenig geöffnet wurde sie ihr auch schon von innen aus der Hand gerissen und Vivian und Abigail stürtzten sich aus der Haustür heraus, als wenn es kostenlosen Kuchen gab. "Wie lieb von dir unsere Kleine nach Hause zu bringen. Du möchtest doch sicher noch mit hereinkommen? Als Dank, gibts auch eine frische Tasse Kaffee!", lachte Vivian und schnappte sich das rechte Handgelenk, während Abigail sich das linke schnappte und entschuldigend zu Felice grinste, die mit leicht offenstehendem Mund im Türrahmen stand und sich wünschte im Boden versinken zu können. "Nicht unhöflich sein, Liebes!", lachte sie also und zogen ihn mit sich ins Treppenhaus hinein und die Stufen hinauf. "Mein Lieber wie heißt du denn?", fragte Vivian direkt weiter, kaum zu glauben, dass so ein süßer Blondschopf so direkt sein konnte. Als sie Vivian kennenlernte, hatte sie einen beinahe schüchternen Eindruck gemacht, ganz anders als Abigail, der man von weitem bereits ansah, dass sie eine große Klappe hatte. Schwarze Haare, mit buntem Stoff eingeflechtet. Perlenohrringe, weite und leicht zerrissene Kleidung und schwarze Boots, passend zum Lippenstift. Aber trotzdem waren sie ziemlich herzlich gewesen, immerschon. "HEH! Ihr könnt doch nicht...!?", stammelte Felice noch, während sie den Schlüssel aus dem Schloss zog und hinterhereilte. Sie war doch nicht unhöflich, eher waren die beiden zu aufdringlich. Trotzdem schleppten sie ihn in den Eingangsbereich der WG und damit direkt am Jackenständer vorbei in die Küche. "Setz dich ich setze Kaffee auf!", sagte Vivian wieder, während Felice ihre Schuhe abstreifte und ins Regal stellte, die Tür schließend. "Ich bin unhöflich, aber ihr fragt ihn nichtmal ob er überhaupt hier her möchte geschweige denn Kaffee mag?!", murrte Felice leicht, holte sich dann aber auch eine Kaffeetasse aus dem Hängeschrank und sah zu Kyle. Jetzt musste er sie für verrückt halten.

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BeitragThema: Re: .midsummernight {cube. & #berry}   Mi März 06, 2013 3:45 am

Kyle betrachtete das Haus, in dem sie wohnte. Waschechtes Alibi, das musste der Neid ihr lassen. Er spürte nicht den geringsten Hauch von Magie über dem normalen Niveau in dieser Umgebung. Er runzelte die Stirn. Immer mehr festigte sich in seinem Inneren der Zweifel daran, dass alles das hier nur Farce und sie in Wahrheit eine seines Volkes war. Aber wenn sie wirklich ein Mensch war, was war es dann, was ihm an ihr seltsam vorkam und sein Interesse so zielgerichtet auf sie lenkte? Er runzelte nur kurz die Stirn, dann beließ er es dabei. Es würde schon seinen Sinn haben. Er würde es einfach passieren lassen, was auch immer es war. Zwei laute, menschliche Stimmen lenkten seine Aufmerksamkeit auf das Fenster über ihnen. Das mussten Felice' Mitbewohner sein. Sie hatte nicht übertrieben. Schmunzelnd warf er ihr einen Blick zu. "Fee? Das ist ein schöner Spitzname."
Als sie Anstalten machte, sich von ihm zu verabschieden, und er schon zu einem freundlichen Satz ansetzte, der deutlich machen würde, dass er sich freuen würde, sie bald wieder zu sehen, flog hinter ihnen beiden die Tür auf, und die beiden, die er eben oben am Fenster gesehen hatte stürmten heraus. Ehe Kyle es sich versah, hatte jeweils eine von ihnen ihn am Handgelenk gepackt und er wurde durch die Tür ins Innere der Wohnung geschleift. Nach einem kurzen Moment, in dem er nur perplex blinzelte, musste er lachen. Die beiden waren ungelogen voller Lebensfreude und Energie. "Kaffe wäre toll", sagte er amüsiert, noch während er auf einen Stuhl bugsiert wurde. Widerstandslos setzte er sich und sah sich um. Die Wohnung war ihm auf Anhieb sympathisch. Nicht, weil er , wie jeder normale Mensch auf die Einrichtung achtete, sondern weil in er Luft das Lachen und die Lebensfreude ihrer Bewohner hing. Er atmete leise durch den Mund ein. Alles hier war behaftet vom Herzschlag und den positiven Gefühlen der Menschen, die unter diesem Dach lebten. Entspannt lehnte er sich zurück. Dann würde er halt später den Familienbesuch abhalten. "Hab' ich doch gerne gemacht. Eure Felice", er sah sie kurz fragend an, "darf ich dich eigentlich auch Fee nennen? Na, auf jeden Fall ist sie eine sehr gute Gesellschaft." Er zwinkerte ihr zu, dann setzten sich die beiden quirligen Menschen zu ihnen, und dankend nahm Kyle seinen Kaffee entgegen. "Ich bin Kyle Nìdawi, ganz formal mit Nachnamen und allem. Und wie heißt ihr? Ich möchte ja wissen, bei wem ich hier grade Kaffee schnorre." Auf eine Antwort wartend nahm er einen vorsichtigen Schluck von dem Heißgetränk.

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BeitragThema: Re: .midsummernight {cube. & #berry}   Mi März 06, 2013 11:48 am

Sie schnappte sich die heiße Kaffeekanne und goss sich ebenfalls ihren Becher voll, ehe sie ihn auf die Innenseite der Theke stellte und sich zwei Zuckerwürfel hineinplumpsen ließ. Dann stellte sie ihn auf die Theke neben den Platz von Kyle und drehte sich nochmal um um einen Löffel zu organisieren. Sie fand nur einen auf dem Minniemaus zu sehen war, aber da musste sie durch. Sie ließ ihn in die Kaffeetasse plumpsen und schlurfte um die Theke herum. Sie drehte den Kopf erstmal nicht zu ihm, da ihr die Situation immernoch unangenehm war, auch wenn er sich ziemlich cool dafür benahm, dass er so überrumpelt wurde. Sie rührte also ihren Kaffee mit dem Minniemauslöffel um und nippte vorsichtig daran, als sie die Augen leicht aufriss und zu ihm rüber schielte. Der Tassenhenkel störte dabei leicht, weshalb sie die sichere Tasse abstellen musste und wieder zu ihm sah. Er sie Fee nennen? Ohweh, das wäre ja...
Sie liebte es Fee genannt zu werden, immerhin glaubte sie an diese Wesen, aber wenn Kyle sie Fee nannte, was bedeutete das dann? Wenn ein wirklich gutaussehender Mann sie Fee nannte, war das dann lächerlich, oder so bezaubernt wie es sich im ersten Moment anhörte? "Danke...Ich weiß nicht, wenn du möchtest?!", murmelte sie leicht nervös und an ihre Kaffeetasse geklammert. Abigail lehnte sich nun über die Theke, während Vivian sich auf die linke Seite von Kyle plazierte. "Sie meint ja. Wir nennen sie alle Fee, weil sie von den Büchern ja so fasziniert ist und durch ihre blauen Haare zusammen mit der zierlichen Figur wirkt sie fast selbst wie eine, findest du nicht? Kyle?", seinen Namen sprach sie mit besonderem Nachdruck aus. Felice war sich ziemlich sicher genau zu durchschauen, was das zu bedeuten hatte. Sie mochte den Namen und auch Abigail war sich nach einer kurzen spontanen Analyse von Kyle ziemlich sicher, dass er ein Sahneschnittchen war. Aber sie hatte Glück, dass Abbi bereits vergeben war und Mortimer so alles andere als Kyle zu sein schien und Vivian sich nunmal mehr für den Spießertyp interessierte. Kyle gehörte zwar nicht ihr, aber solange er in dieser Wohnung war, setzte sie ein stummes Patent auf ihn. Wie sollte sie ihn auch teilen wollen, wenn er doch so großzügig mit riesigen Komplimenten um sich warf? Wenn sie ihn wieder in der Uni treffen würde, da war sie sich sicher, würde das ganze viel komplizierter werden. Sie sollte sich nichts darauf einbilden, denn was wenn das ihre Kunst gewaltig durcheinanderbringen würde, viel mehr noch! Was wenn es sie gleich mit durcheinander wirbeln würde. Zu viel Aufruhr konnte sie sich nicht leisten, immerhin wollte sie doch motiviert und strukturiert ihr Leben meistern. Sie klinkte sich wieder in die Gesprächsrunde ein. "Richtig, ich habe euch ja noch nicht vorgestellt - aus Gründen : Zu deiner linken befindet sich Vivian, gute Freundin, verrückte und treue Seele und eine organisierte Bereicherung für unsere WG. Und direkt vor dir, dass ist Abigail." , Abbi ließ es sich nicht nehmen ihm zu zugrinsen und ihn genau zu beobachten, während sie ihr Kinn auf der Rückenseite ihrer Hand stützte. "Sie ist meine beste Freundin und der durchgeknallteste Mensch den ich kenne. Aber sie ist toll - und mit Mortimer zusammen, der gerade nicht da ist, aber auch in unserer WG wohnt." Abigail nickte und lachte dann los, während sie ihre bereits eben gefüllte Tasse Kaffee leerte. "Stimmt genau, mein liebenswürdiger Idiot ist noch arbeiten, aber ich muss ihn gleich abholen. Vielleicht lernst du ihn ja wann anders kennen ?!" Sie lächelte lieb und schritt dann langsam zu ihrem Zimmer zurück um ihre Tasche zu packen und den Autoschlüssel herauszukramen. Deswegen übernahm nun Vivian den Job ihn anzusehen und ihn unterschwellig für weitere male einzuladen. Felice brachte immerhin nicht oft Männer mit nach Hause die wirklich was taugten und umso mehr bemühten sich beide für Felice das zu halten, was sie zu vermasseln drohte. "Viv, starr unseren Gast nicht so an...", gab Fee leicht schmollend und überfordert zurück. So aufdringlich waren sie doch sonst nicht, sie verstand die Welt nicht mehr. "Möchtest du ein paar Plätzchen zum Kaffee? Sind selbstgebacken!", gab diese den Kommentar ignorierend zurück.

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BeitragThema: Re: .midsummernight {cube. & #berry}   Do März 07, 2013 7:14 am

Kyle musterte Fee, wie er sie jetzt sogar schon im Kopf heimlich nannte, noch einmal eingehend, alles andere als undankbar für diesen Grund, sie noch einmal mehr eingehend zu betrachten. Dann nickte er versonnen. "Ja, sie könnte durchaus eine aus den Reihen des lichten Volkes sein, die sich in die Menschenwelt gewagt hat." Er beschloss das Spiel noch ein wenig weiterzuspinnen, zu seiner Unterhaltung und der aller anderen Anwesenden. "In diesem Falle wäre es mir selbstredend eine umso größere Ehre, dich kennen zu lernen.. Fee." Er hob demütig den Kaffeebecher in ihre Richtung, ehe er in das helle Lachen der Mädchen einstimmte. Dennoch konnte er sehen, wie es in ihrem Kopf hintergründig arbeitete. War ihr die Magie aufgefallen, dieser kleine Hauch, den er in ihren Namen gelegt hatte, und damit nicht nur ihren Namen sondern sie, wirklich sie angesprochen hatte? Kyle lächelte fein und nahm einen Schluck seines Kaffee. Wenn das alles hier nur eine Farce war, einstudiert um ihn zu narren, würde er sie schon noch aus ihrem Versteck locken. Aber selbst wenn sie ein Mensch war, hatte sie bestimmt dieses kleine, angenehme Ziehen gespürt, dass mit dem Nennen ihres Namens einhergegangen war.
"Vivian und Abigail... Die Namen stehen euch fast so hervorragend wie Fee der ihrige." Kyle reichte beiden kurz die Hand, zum einen um sie noch einmal formal zu begrüßen, zum anderen um einen kleinen Moment in ihr Blut zu lauschen. Er fand darin nicht mehr Magie als die, die er erwartet hatte. Die von zwei fröhlichen Wesen, die mehr durch ihr Leben tanzten als sicheren Schrittes zu marschieren, was mehr war als die meisten Menschen aufweisen konnten, aber dennoch nicht außergewöhnlich.
Aufmerksam lauschte Kyle Fee, die bemüht war, ihm die Umstände in ihrer WG weiter zu erklären. "Es wäre mir eine Freude, irgendwann auch den Vierten in eurem Bund kennen zu lernen." Er lächelte Abigail kurz nach, als diese durch die Tür hinauseilte.
Als Kyle den leicht schmollenden Unterton in Fee's Stimme hörte, zuckte etwas in ihm auf, was er nicht weiter benennen konnte, und daher ebenso wie die anderen bereits geschehenen Merkwürdigkeiten des heutigen Tages in die 'Einfach geschehen lassen'-Ecke in seinem Kopf schob. "Ich würde mich freuen, in den Genuss deiner Backkünste kommen zu dürfen", sagte er nur charmant. Als Vivian aufstand, um die angepriesenen Kekse zu holen, beugte Kyle sich leicht zu Felice und stellte seinen Becher ab. "Ich kann mit neugierigen Blicken einigermaßen umgehen, und deine Freundin bewegt sich keineswegs in einem akut störenden Bereich." Er schenkte ihr ein vertrauliches Lächeln, mit dem er hoffte die Falten auf ihrer Stirn glätten zu können. "Ah, wo wir bei der Gerüchteküche sind - wenn wir sie schon entzünden, können wir ihr doch auch gleich richtig einheizen, oder was meinst du?" Er zwinkerte ihr verschwörerisch zu und angelte sein Handy aus der Tasche. "Hast du Lust, mir deine Nummer zu geben? Dann hole ich dich morgen auch wieder ab. Ich muss mich immerhin noch aus dem Ruf herausarbeiten, ein Serienmörder zu sein." Abwartend sah er sie an, hoffte, dass der Schritt, den er zu gehen versuchte, nicht zu groß und zu waghalsig sein und sie einwilligen würde.

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BeitragThema: Re: .midsummernight {cube. & #berry}   Do März 07, 2013 10:04 am

Vivian lächelte zufrieden und erhob sich dann um die Plätzchen zu holen, wofür sie einen der unteren Küchenschränke öffnete und einen Teller mit selbstgebackenen Schockoladenplätzchen die übereinander platziert lagen und mit einer dünnen Schicht Frischhaltefolie überzogen waren. Sie holte den Teller herüber und zog die Frischhaltefolie davon ab, ehe sie sich selbst eine weitere Tasse holte die sie mit Milch füllte um die Plätzchen einzutauchen. Vivian tat wenig, wenn sie davon nicht wenigstens unterhalten wurde und wenn das hieß, dass sie auch Plätzchen bekam, war das doch nur angenehmer. Felice hingegen freute sich ebenfalls auf Plätzchen, aber noch viel mehr freute sie sich einen Moment Kyle für sich allein zu haben. Als er sich jedoch zu ihr drehte und sie nun wieder direkter betrachtete, drehte sich ihre kleine Welt in ihrem Kopf wieder ein wenig. Er lächelte sie wieder an und freute sich über die erneute Nähe, irgendwo verursachte seine Nähe in ihr ein wohlig warmes Gefühl, so dass sie weniger Angst als Nervösität hatte. Ihre Wangen färbten sich wieder leicht rosafarben als er seine Sätze weiter führte und ihr anbot die Nummern zu tauschen und sie morgensfrüh abzuholen. Das warf sie aus ihrem inneren Gleichgewicht, dass eh nie existiert hatte. Sie dachte über die morgendliche Farce nach in der sie der unorganisierte Mittelpunkt der WG war, wie sie in ihre Kleidung schlüpfte, kaum Zeit hatte ihren Kaffee zu schnappen und dann sollte sie mit Kyle bereits vor der Haustüre rechnen, oder was wenn er zu früh war und sie überraschte und dann in der Wohnung stand während sie nicht annähernd fertig wurde. "Ja klar....gebe ich dir meine Nummer.", stammelte sie mit dezentem Grinsen im Gesicht und war peinlich berührt darüber, dass sie jetzt schon so komisch reagierte. Kyle war eigentlich noch ein fremder, einfach verdammt gut aussehender Mann, über den sie nichts wusste, der sie bereits mit nach Hause begleitet hatte, der sie malen durfte, den sie malen durfte und der sich jetzt in ihrer Küche befand und Kaffee mit ihr trank. Er war ihr so sympathisch, obwohl sie ihn nicht kannte. Sie griff zu der Tasche neben sich und holte ihr Handy heraus, es mit dem Kontaktbildschirm öffnend und fast schon ernstaunt weiter zu Kyle blickend. "Mich abholen? Ohweh, das ist eine kurios schlechte Idee, ich bin morgens die Unordnung in Person, immer zu spät, verschlafen und habe nicht mal gefrühstückt. Das einzige was ich auf die Reihe bekomme ist mir einen Kaffeebecher zu schnappen, den Mortimer mitgebracht hat...Und da...naja ich weiß nicht ob du ... ob das dann so gut ist, wenn du vielleicht auch zu spät kommst..." Sie verzog leicht das Gesicht. Irgendwo hätte sie es schon gut gefunden, ja schreien zu können.

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BeitragThema: Re: .midsummernight {cube. & #berry}   So März 10, 2013 3:47 am

Kyle biss sich leicht auf die Innenseite seiner Wange, als er den rosafarbenen Hauch auf ihren Wangen und die Unsicherheit in ihren Augen sah. Er wusste nicht warum, aber ein Teil von ihm wünschte sich mit verzehrender Kraft, dass sie zustimmen würde - oder ihn zumindest nicht gnadenlos abschmettern würde. Woher kam diese seltsame Einstellung? Er hatte doch schon die Herzen unwahrscheinlich vieler Menschenfrauen für sich gewonnen. Er kannte das Spiel. Er war gut darin. Er war einer der Besten. Er hatte doch gar keinen Anlass, sich von solchen kleinen Dingen ins Wanken bringen zu lassen. Er atmete unauffällig tief ein, um seine eiserne Selbstbeherrschung wiederzugewinnen, doch als sie ihm einen nervösen Blick unter ihren langen, dichten Wimpern hervor schenkte, war auch diese Bemühung ziemlich lächerlich. Er fühlte sich, als ob es ihn vor Spannung fast zerriss, als sie zu einer ersten Antwort ansetzte. Er schluckte rau, während er ihre Worte aufnahm. Sie hatte ja gesagt. Moment, wieso fühlte er sich jetzt, als wenn er soeben einen gewaltigen Sieg errungen hätte? Er musste nachher mal mit Puck reden - am Ende hatte er sich irgendetwas eingefangen. Elfen erkrankten in ihrem unendlichen Leben zwar nur sehr, sehr selten an etwas, dafür dann aber umso heftiger.
Als sie ihre Sorge äußerte, ihn nur aufzuhalten, wenn er sie abholen würde, legte er nur den Kopf schief, drehte sein Handy mit seiner angezeigten Nummer zu ihr und lächelte mit leicht geöffneten Lippen selbstsicher in ihre Richtung. "Und selbst wenn, ist es nicht sympathischer, zu zweit zu spät zu kommen?" Er legte leicht Betonung auf die Wort 'zu zweit' - fast unmerklich, aber vorhanden. Ob sie es bemerken würde? Wer wusste das schon. Er hätte zwar unter Zugriff auf Magie ihre Gedanken in diesem Moment entschlüsseln können, aber etwas in ihm hielt ihn davon ab, erfüllte ihn mit Abscheu vor sich selbst, allein schon, weil er diesen Gedanken einen Moment lang abgewogen hatte. Er würde sie niemals so missbrauchen. Irgendwann am heutigen Tage hatte sich der Gedanke, dass alles an ihr absolut schützenswert und unberührbar war, tief in seinen Überzeugungen eingegraben. So zuckte er nur lachen die Schultern. "Und wenn's eng wird, trag' ich dich. Ich bin ein ganz guter Läufer und du bist -darauf wette ich- federleicht."

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BeitragThema: Re: .midsummernight {cube. & #berry}   Mo März 11, 2013 4:45 am

Seine Nummer schwebte vor ihren Augen und fast schon wie hypnotisiert tippte sie sie sauber ab, ganz genau darauf achtend, dass sie sich nicht vertippte um ja die richtige Nummer gespeichert zu haben. Dann überdachte sie die Situation ein weiteres mal. Nicht zuletzt, weil sein "zu zweit zu spät kommen" ein relativ schwerwiegendes Argument auf der positiven Skala ihrer Gedankenzüge war. Das er sie aber tragen wollte führte in ihrem Gesicht dazu, dass sie eine Art dezentes Duckface auslöste. Die kleinen Männchen in ihrem Hirn liefen schnell hin und her und sortierten die Akte neu. Sie, in der Uniform die nunmal aus einem Rock bestand unter seinem Arm während er lief? Gar noch über seiner Schulter? Für sein eigenes Glück musste man Kompromisse eingehen. Sie nahm sich vor die letzte Bärchenunterhose die sie noch aufbewahrt hatte um die Zeit der kleinen Felice zu huldigen heute Abend auf misteriöse Weise verschwinden zu lassen und sich den besonders verführerischen Seiten der Unterwäschenwelten zuzuwenden. Wenn sie schon das Pech, oder Glück wie auch immer man das nennen wollte, hatte das Risiko eingehen zu müssen, dass ihr netter Knackarsch der Belegschaft für einen Moment entblößt entgegen grinste, musste er in das kostbarste Geschenkpapier eingepackt werden. "Nagut...Aber auf deine Verantwortung, denn du bist der Drahtzieher dieser Mafioso-Mitschlepp-Aktion." , lachte sie dann erleichtert darüber endlich Ja sagen zu können und sich auf den nächsten Morgen ausnahmsweise zu freuen, denn nicht jeder frühe Morgen war besonders toll. Fast schon wieder die alte Fee überzeugt von sich, strich sie dann grinsend über ihren Körper und ließ mit einem "Na aber hallo, dieses Prachtexemplar hat kein Gramm zu viel." , klarzustellen wie sehr sie ihren Körper eigentlich mochte, auch wenns morgensfrüh anders aussah. Vivian setzte sich schließlich wieder neben Kyle, den Plätzchenteller zu zwei dritteln direkt vor sich stellend und nur wegen dem guten Vorwand auch ein bisschen vor Kyle, damit er wenigstens einen der Schätze abbekam. Sie schnappte sich auch gleich einen und biss hinein, ihre Kaffeetasse wieder vor sich ziehend, während Abigail nun aus ihrem Zimmer trat und sich mit einem eiligem Winken und mit überzogener Weste von den dreien verabschiedete. Felice winkte ihr nach, während Vivian nur kurz aufsah und Felice ein Plätzchen rübersante, sich selbst dann wieder auf die ihren konzentrierte. Felice lachte dankend und grinste dann Kyle breit an. "Du musst dich beeilen, wenn du noch welche willst. Sie ist nicht uneigennützig so gastfreundlich." Vivian sah schmollend auf, als wenn Felice ihren Plan verraten hätte, kaute dann aber in Ruhe weiter.

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BeitragThema: Re: .midsummernight {cube. & #berry}   So März 17, 2013 7:03 am

Klye konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, als Felice selbstbewusst ihre Figur anpries. Die Aussage von ihr schamlos als Vorlage betrachtend, ließ er seine smaragdgrünen Augen eingehend über jeden Zentimeter ihres Körpers wandern, ehe er anerkennend nickte und ihr zuzwinkerte. Wenn er ehrlich war, gefiel sie ihm so fast noch besser. Sicher, die schüchterne und unsichere Seite an ihr bezauberte ihn einerseits, andererseits zog ihn das, was manchmal, wenn sie sich sicher fühlte, durchblitzte, unwiderstehlich an. Diese etwas freche, vorlaute und selbstbewusste Art. Für eine Menschenfrau beeindruckte ihn ihr Charakter zutiefst.
Amüsiert betrachtete er seinen, offenkundig gefährdeten, Keks und drehte ihn zwischen seinen Fingern. "Oh, wenn sie auch nur ansatzweise so gut schmecken wie sie aussehen, dann könnt ihr euch sicher sein, dass ich einen akzeptablen Gegner im Kampf um eure Kekse abgeben werde." Prüfend biss er hinein, und nickte dann zufrieden. "Sogar noch besser. Kompliment an die Köchin." Mit einem entschuldigenden Grinsen stibitze Kyle sich Felice' immer noch auf dem Tisch liegendes Handy, suchte ihre Nummer heraus und speicherte sie in sein Handy ein. Schulterzuckend und mit einem charmanten Lachen reichte er es ihr wieder und sagte: "Ausgleichende Gerechtigkeit." Er warf einen zögernden Blick auf die Uhr. Ihm drängte sich das unangenehme Gefühl auf, dass er irgendetwas vergessen hatte. Wahrscheinlich irgendetwas was in Verbindung mit seinen höfischen Pflichten stand, das vergaß er immer am Besten. Nachdenklich schürzte er die Lippen, dann überkam es ihn siedend heiß. Der Ball, der verdammte Ball in Oberons Sommerresidenz. Und gleichzeitig war ihm auch wieder klar, warum er diese Angelegenheit so weit nach hinten in seinen Kopf verbannt hatte: Seit fast einer Dekade betonte Oberon nun schon, dass es ja nicht verkehrt für ihn, Kyle, sei, sich unter den Elfenmaiden nach einer potentiellen Gemahlin umzusehen. Er verspürte das aufsteigende Bedürfnis, angewidert die Zunge herauszustrecken. Er hielt sich für zu jung, in einer Hochzeit um diese Zeit seines Lebens herum würde er doch nur all die kostbaren Jahre seines freien Lebens verschenken. Nichtsdestotrotz, er musste so tun. Und erst recht musste er als Prinz auf Oberons Bällen präsent sein.
Entschuldigend blickte er seine beiden bezaubernden Gastgeberinnen an, besonders Felice bedachte er mit einem intensiven Blick. "So gern ich auch noch weiter das köstliche Gebäck und eure Gesellschaft genießen würde, ich habe heute leider noch einen dringenden Termin." Er verzog den Mund, um zu unterstreichen, wie wenig ihm das zusagte. Er erhob sich, winkte Vivian zu und ließ sich von Felice an die Tür begleiten. Im Türrahmen stehend lächelte er zu ihn hinunter. "Danke für die nette Einladung. Ich komme gerne mal wieder zum Kaffeetrinken vorbei." Er reichte ihr die Hand, und gerade, als sie ihre zarten Finger in seine legte, drückte er zu, beugte sich vor und hauchte ihr einen Kuss auf die Wange. "Es war wirklich schön, dich besuchen zu dürfen. Besser noch, dich kennenlernen zu dürfen." Mit einem Winken seiner rechten Hand entschwand er.
Auf dem Weg zum Hyde Park, in der Bahn sitzend, summte er zufrieden und sah auf einen Kontaktnamen, der auf seinem Handydisplay schimmerte. Felice. Was für ein schöner Name. Was für eine schöne, beeindruckende Frau.

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BeitragThema: Re: .midsummernight {cube. & #berry}   So März 17, 2013 10:03 am

Felice beobachtete ihn, bei allem was er tat. Er war faszinierend. Sie redete sich selbst ein, dass sie ihn nicht so anstarren sollte, da das nicht gut rüberkam, nachdem sie selbstsicher ihren Körper gepriesen hatte, aber sie konnte daran nichts ändern, das einzige was sie tun konnte, war ihren Keks anstarrend und dann ganz langsam kauen, damit sie lange etwas zu tun hatte. Ihr inneres Alarmsystem schrie auf, als er auf seine Uhr sah. Das war das Zeichen, dass er bald gehen würde. Sie wollte nicht dass er ging. Wenn er ging hätte sie zwar genug Raum durch die Wohnung zu tanzen und sich vor Glück einmal einer ganz neuen Zimmereinrichtung zu erfreuen, aber wenn er ging dann hieß das auch, dass er weg war. Sie würde ihn nicht aufhalten können, also blinzelte sie nur zaghaft lächelnd und erhob sich langsam, als er das gleiche Tat. Vivian machte sich nichteinmal die Mühe die Kekse in Frieden zu lassen und so schnappte sie sich noch zwei und begleitete ihn auf der anderen Seite, dann hinter Felice stehen bleibend, als sie an der Türe zwichen Treppenhaus und Wohnung stehen blieben. Sie winkte ihm stumm Kekse knabbernd, während Felice weiterhin lächelte und ihre Hand in seine legte. Wie Menschen die sich gerade erst kennen gelernt haben, es nunmal tun. Das ist eine distanzierte, aber freundliche Geste, die bescheinigt, dass man unbewaffnet in den Kontaktfeldzug tritt. Das ist eine ganz natürliche Distanz, das war zumindest eine. Denn während sie sich selbst noch belehrte, dass alles super war, war Kyle bereits einen Schachzug vorraus. Sie nahm das ganze nur stockend war, während sie wahrscheinlich ziemlich dumm aus der Röhre schaute, verdattert seinen Worten lauschte nachdem er näher, näher und näher gekommen war und ihr einen Kuss auf die Wange hauchte. Distanz adé, Röte willkommen. Verblufft betrachtete sie seine Schulter eine Weile, während sie die Lippen schürzte um noch ein wenig Selbstbeherrschung aufzuweisen und einem - verdammt nochmal - fremden Kerl um den Hals zu fangen und ein "Klar wir können heiraten und Kinder kriegen, alles kein Problem. Ich kann dich auch ruhig nochmal malen, wenn das dein Wunsch ist" an den Kopf zu pfeffern. Sie bleib also dümmlich grinsend da stehen und nickte langsam. "Klar, der Kaffekocher steht bereit - hat mich auch gefreut.", murmelte sie, während sie ihm nachwunk und Vivian die Tür schloss, ehe Felice zum Fenster rannte und durch die Gardine beobachtete wie er den Weg zurück ein Schlug, richtung Bahn. Sie beobachtete ihn eine Weile steif, ehe sie ihn aus Sichtweite wusste und klatschte dann die Hände zusammen. "BUUHJA!", kreischte sie los, während Vivian grinste und sich wieder ihren Keksen widmete und die durch die Wohnung hüpfende Felice nicht weiter beachtete. Sie hingegen fühlte sich als wenn sie schweben würde, sprang höher als je zuvor und bildete sich brav ein, dass sie Flügel hatte, als sie auf ihr Bett hüpfte und sich in die Kissen sinken ließ. Sie klammerte sich an eines und rollte sich damit giggelnd über ihr Bett. Kurz darauf sprach sie ernst zu ihrem Spiegelbild. "Wo ist deine Selbstbeherrschung hin, junges Fräulein? Ein Fremder bringt dich dazu hier rumzutanzen als wenn du betrunken wärst?! Du abartiges, heißes Ding du!", dann ging sie betont ernst zu ihrem Laptop und schaltete die Musik ein, die Augen schließend und mit geschlossener Tür wissend, dem Bass lauschend lachend auf dem Boden liegend. Sie war sexy, sie war cool, sie war einfach wunderbar und umwerfend - Sie durfte das alles.

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BeitragThema: Re: .midsummernight {cube. & #berry}   So März 17, 2013 11:49 am

"Du bist zu spät", begrüßte ihn eine eisige Stimme, als Kyle den ersten Fuß auf das weiche Moos setzte. Er schloss genervt die Augen, ahnend, was ihm jetzt bevorstand. Als er sie wieder öffnete, stand eine vor Wut schäumende Titania. Die meisten erstarrten beim Anblick ihrer übernatürlichen Schönheit zunächst immer wieder aufs Neue - nicht so Kyle. Er zuckte nur die Schultern und setzte zu einer Antwort an. "Ich war..." -"Das kannst du dir sparen, ich weiß genau wo du warst." Sie trat auf ihn zu, in einer Woge aus schillernden Stoffen, eleganten Bewegungen und vor Wut funkelnden Elfenaugen. Hochmütig setzte sie ihm einen langen, perfekt manikürten Zeigefinger auf die Brust, um den sich ein elegantes kleines Goldgeflecht mit einigen eingelegten Smaragden wand. "Du wagst es, deine Pflichten als Prinz an zweite Stelle zu setzen, und ein Menschenkind an erstere?" Kyle erwiderte ihren Blick stur. "Ist das Vaters Zorn, oder deiner?" Sie verengte die Augen zu Schlitzen, blieb aber stumm. "Er lässt dir viel zu viel durchgehen", zischte sie, wandte sich aber aber und rauschte davon, gefolgt von den beiden Elfenjungfern, die nie von ihrer Seite wichen und ihr jeden Wunsch von den Augen ablasen. Und sie nannte ihn verwöhnt. Kyle schnaubte kopfschüttelnd, und begann durch den kleinen Park zu wandern, bis er vor einem ganz bestimmten der uralten Bäume zum Stehen kam. Er streckte sich, spürte wie altbekannte Kraft in seine Glieder zurückfloss. Hier, in seiner Heimat, war er halt doch um einiges stärker. Auch wenn er es nur ungern zugab, auf Dauer erschöpfte ihn die Welt der Menschen etwas. Mit spielerisch leichten Bewegungen erklomm er den Stamm, schwang sich auf zu einem der unteren Äste, und von da aus immer höher.
Erfreut stellte er fest, dass, trotz all der eben bewiesenen Fürsorge Titanias für ihn, ein Bad voll heißen, kristallklarem Wasser auf ihn wartete. Er liebte diesen Baum, seit sein Vater Oberon ihn für ihn bestimmt hatte. Magie floss durch das starke Holz, die Äste umschlangen die einzelnen Plattformen, ließen sie wirken als seien sie Teil des Baumes. Der hölzerne Badezuber war von zwei starken Armen des Baumes umschlossen, sodass Kyle sich bedenkenlos mit all seinem Gewicht hineinsinken lassen konnte. Dichtes Blattwerk schützte ihn vor den Blicken aufdringlicher Elfen, und so warf er seine menschliche Kleidung ohne zu zögern über einen dicken Ast, und tauchte in das klare Quellwasser. Ein paar Sekunden hielt er den Kopf unter Wasser, dann brach er durch die Oberfläche nach oben, atmete gierig die reine Luft ein, lauschte die Magie, die wie Gesang seine Ohren umspielte. Er genoss es. Genoss es doch, zuhause zu sein. Mit einem behaglichen Seufzer ließ er sich wieder in den Holzzuber sinken, die wogenden Blätter und die kleinen, tanzenden Blütenfeen beobachtend. Das heiße Wasser wusch alles von ihm. Sowohl die Tarnung als Mensch, als auch den ganzen Dreck ihrer Welt. Er konnte sich dort unter die Dusche stellen, sooft er wollte, es war niemals zu vergleichen mit einem Bad im reinen Wasser seiner Welt. Er strich sich die nassen Haare hinter die nun wieder spitz zulaufenden Ohren. In der anderen Welt hatte er immer das unbehagliche Gefühl, dass ein leicht öliger Film auf seiner Haut zurückbleiben würde.
"Na, da genießt aber einer", tönte es lachend zu ihm hinunter. Sofort stimmte Kyle in das Lachen ein. Er kannte diese Stimme und liebte ihren Besitzer. Über ihm auf einem Ast, in rötlich schattierte Gewänder gehüllt und die Beine baumeln lassend, saß sein bester Freund Puck, der jetzt einen eleganten Satz hinunter macht und sich neben ihn hockte. "Hab' gehört Titania ist stinksauer, weil du beinahe ihren Ball vergessen hättest!" Kyle verzog den Mund. "Vergessen ist so ein hartes Wort. Viel mehr... Geistig aufgeschoben." Puck grinste, als er sagte: "Ich denke, sie würde noch um einiges härtete Worte für dein Vergehen finden." Kyle nickte resigniert, dann erhob er sich aus dem Badezuber, und rief leise nach einer Elfe, die ihm seine Kleidung bringen sollte. Puck musterte ihn eindringlich. "Es scheint fast so, als läge dir etwas auf der Zunge, was du mir unbedingt mitteilen möchtest." Kyle nahm der herbeigeeilten Elfenmaid dankend seine Kleider ab, und machte sich daran sie anzuziehen. Puck wartete geduldig darauf, dass sein alter Freund zu sprechen beginnen würde.
"Also, ich hatte heute meinen ersten Tag an der Oxford-Universität, und lief fast zufällig einem bezaubernden Wesen über den Weg. Sie erweckte anfangs den Anschein, menschlicher Natur zu sein, doch als ich ihre Malerei sah, wie sie mich auf Papier bannte, geriet ich ins Schwanken. Sieh es dir an, du wirst verstehen, warum." Kyle nickte in Richtung seiner achtlos hingeworfenen Tasche. Puck schlenderte zu ihr und suchte nach dem Bild, während Kyle unzufrieden an den Ärmeln seines Wams zupfte. Als er ein anerkennendes Pfeifen von seinem Freund hörte, drehte er sich zu Puck um, der wie gebannt Felice' Zeichnung musterte. "Ich würde sagen, auch wenn sie sich bemüht, einen menschlichen Anschein zu machen, sie ist eines des schönen Volkes. Die Menschen haben verlernt, so zu malen." Kyle nickte bedächtig, hob aber mahnend die Hand, als sein Freund das Thema schon abtun wollte. "Ich habe sie geprüft. Da ist kein Hauch von Magie in ihrem Blut, die über die eines gewöhnlichen Menschen mit einer beachtlichen übersinnlichen Akzeptanz einhergehen würde." Verwirrt runzelte Puck die Stirn. "Wie ist das möglich? Sie kann sich eigentlich bei einer unmittelbaren Prüfung nicht vor dir verstecken." Kyle nickte, und gemeinsam sprangen sie leichtfüßig dem Boden entgegen, in Richtung des Balles schlendernd. "Eben. Und deswegen werde ich herausfinden, was es mit ihr auf sich hat", er merkte, wie sich beim Gedanken an sie ein leichtes Lächeln auf sein Gesicht stahl, "denn auch ihre Aura scheint mir außergewöhnlich." Puck kicherte. "Die scheint's dir ja ganz schön angetan zu haben, nicht?" Kyle grinste nur schulterzuckend, inzwischen hörten sie schon erste Töne der Musik in der Luft schwebend. "Auf dann", stöhnte er ergeben, "einen weiteren Abend lang heiratswütige Elfinnen abwimmeln." Puck stieß ihn in die Seite. "Trag's mit Fassung, wir machen das wie immer. Wir suchen uns die beiden Hübschesten unter ihnen aus und zeigen ihnen, was es heißt, sich dem Prinzen des Sommerhofes und seinem besten Freund hinzugeben." Kyle nickte, von Puck's positiver Stimmung angesteckt drückte er die Schultern durch, schob den Blättervorhang beiseite und trat auf die Tanzfläche. Auf in den Kampf.

Am nächsten Morgen erwachte er mit einem lieblichen Duft in der Nase und einem entspannten Gefühl im Körper. Erfrischt setze er sich auf und blickte sich um. Um ihn herum in etwas, was man gut und gerne als hängendes, überdimensionales, ausgepolstertes Vogelnest bezeichnen konnte, lagen die beiden Elfinnen vom gestrigen Ball, sowie Puck, dessen rote Haare wie ein Strahlenkranz von seinem Kopf abstanden. Kyle grinste bei dem Anblick, und schob den Arm der Elfe mit den bodenlangen, blonden Haaren von seinem Körper. Ein Blick auf den Stand der elfischen Sonne verriet ihm, dass er noch genügend Zeit hatte. Er suchte kurz seine Hose, stieg hinein und band den Gurt locker um seine Hüfte, dann fing er eine kleine, sirrende Fee in der hohlen Hand aus der Luft. "Wenn Puck aufwacht", wisperte er ihr zu, "richte ihm aus, ich musste los. Die Menschen warten nicht." Die kleine Fee nickte, und setze sich neben Puck's Kopf, über dessen Haare kichernd. Kyle schmunzelte, dann sprang er leichtfüßig in das vor ihm liegende Geäst. In Windeseile war er bei seinem Heimatbaum angelangt, auf dem er aus einer Truhe schnell einige farblich zueinander passende, menschliche Kleidungsstücke fischte, sich überwarf, seine Tasche von dem Ast angelte, auf den er sie gestern geworfen hatte, und zurück auf den Boden sprang, mit federnden Schritten in Richtung Menschenwelt aufbrechend.
Nur wenig später war er auf dem Weg zu Felice' Wohnung, als er sich, an einer Bäckerei vorbeigehend, an einige Worte von ihr erinnerte, die sie gestern geäußert hatte. Sie hätte morgens für nichts Zeit, als sich einen Kaffee zu schnappen. Er lächelte, dann trat er in die Bäckerei und kaufte für sich selbst einen Kaffee, und zwei lecker belegte Brötchen. Wieder draußen auf dem Gehweg zückte er sein Handy und tippte eine SMS:

Ich meine mich erinnern zu können, dass du morgens nichts als Kaffee
zu dir nimmst. Halt dir den Magen frei, ich bringe der Uhrzeit angemessene
Nahrungsergänzung mit. :)


Schon kurze Zeit später stand er, fröhlich summend, vor Fee's Tür. Ohne weiter zu zögern, drückte er die Klingel. Vielleicht würde er ja heute des Rätsels Lösung einen Schritt näher kommen!

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BeitragThema: Re: .midsummernight {cube. & #berry}   Mo März 18, 2013 5:17 am

Felice hatte sich auf die Seite gedreht und war vermutlich grinsend eingenickt, doch das Mondlicht hatte sie wieder geweckt und so hatte sie sich schnell aufgerafft und ihre Sachen bereitgelegt, damit sie morgen zügig fertig werden konnte. Und sie hatte dafür gesorgt, dass die Blüte die Kyle ihr in die Haare gesteckt hatte noch ein paar Tropfen Wasser erhielt und dann in einer kleinen unscheinbaren Vase ihr neues zu Hause fand. Dann rollte sie sich in ihr Bett ein und zog die Decke wie immer bis zur Nasenspitze hoch, die wohlige Wärme die sich ausbreitete genießend. Sie war ein ganz schöner kleiner Dummkopf, wenn man so wollte. Ziemlich voreilig hatte sie ihren Verstand in den Abfalleimer geworfen wie sie jetzt im Nachhinein die Situation einschätzte. Morgen würde sie sich wieder benehmen und mit einem kühlen Kopf durchatmen können, ihren Kaffee genießen und sich wieder wie die normale Felice mit Verstand benehmen. Ganz sicher war sich der blaue Wuschelkopf da. Sie rümpfte die Nase und drehte sich wieder auf die andere Seite, in ihr Zimmer hereinschauend und sich leicht aus dem Bett beugend. Sie angelte nach ihrer Tasche und zog das Gemälde von sich selbst heraus, es in das Mondschein haltend. Es schien ihr fast lebendiger zu sein, als heute morgen noch und wirkte großartig in dem kühlen Licht des Mondscheins. Sie würde es einrahmen, sobald sie Zeit dazu fand. Jetzt sollte sie schlafen, damit keine Augenringe ihr morgiges Auftreten zu nichte machten.
Der Vorsatz vom gestrigen Abend war wie verflogen, als Felice ihre Augen öffnete und verschlafen in den Raum blickte. "ICH HABE DEINEN LOCKENTAB NICHT!" , keifte Abigail über den Flur und die Badtüre fiel knarrend ins Schloss. Vivian grummelte ein paar schwer verständliche Worte vor sich hin und schlurfte an Felice Zimmertüre vorbei. "Beweg' deinen Arsch Fee, soweit ich mich erinnere wirst du abgeholt, huh?", gurrte sie schon wieder wesentlich freundlicher und breit grinsend als sie den Kopf in Felice' Zimmer steckte und mit einem fast schon dreckigen Lachen wieder davon huschte. Sofort sträubten sich Felice Haare, da war tatsächlich was gewesen. Ach du Schande. Sie schlug die Bettdecke zur Seite und richtete sich auf, streckte sich ausgiebig und hüpfte dann zu ihrem Schreibtischstuhl. Sie griff nach der blauen Bluse, warf sie sich über und hüpfte wieder zurück zu ihrem Bett, während sie versuchte sich die Socken anzuziehen. Sich brauchte eine Weile, aber entschied sich dann für das kleine Schwarze, für den äußersten Notfall und knöpfte die Bluse zu, sich die Krawatte umhängend und den Rock hochziehend. Noch während sie sich den Gürtel über Bluse und Rock schnallte hüpfte sie aus ihrem Zimmer Richtung Bad. "Macht das Bad frei ich bin draaaaann!", johlte sie als sie über den Flur huschte und stürmte ins Bad hinein, Abigail kaum betrachtend und nur ein schnelles "Morgen, Abbi", murmelnd, öffnete sie die geflochtenen Haare und bürstete sie schnell durch. Dann wurde die Seite erneut geflochten und ihr Pony fixiert. Heute gab sie sich sogar Mühe ihre Wimpern ordentlich zu tuschen und hüpfte dann wieder aus dem Bad, als die Klingel schellte. "Fuck, fuck , fuck. Ich komm' ja ich beeil mich doch schon!", jammerte sie leicht, während sie in ihr Zimmer stürmte und sich ihre Tasche angelte. Dann hüpfte sie in ihre Boots, zog sie sich einhändig hoch und schnappte sich den Kaffeebecher, ehe sie die Treppe hinunterstürmte, kurz tief durchatmete und dann die Türe öffnete. Sie lachte fast erleichtert, als sie in Kyles Gesicht blickte und schloss die Türe hinter sich. "Ganz egal was du auch sagst, das hier gerade war Rekord verdächtig! Das musst du und auch der gesammte Rest der Welt zugeben!", grinste sie breit und stolz, ihre Krawatte hoch zupfend und erst dann vorsichtig an dem Kaffee nippend.

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BeitragThema: Re: .midsummernight {cube. & #berry}   So Apr 28, 2013 9:07 pm

Kyle schmunzelte, als er das Poltern hinter der Tür und die leisen Flüche vernahm. Unmittelbar danach stolperte Felice aus der Tür, noch ein wenig unkoordiniert und hastig. Nichtsdestotrotz schenkte sie ihm ein strahlendes Lachen, von dem er gar nicht anders konnte, als es zu erwidern. "Gut geschlafen, Fee?", fragte er, während er ihr grinsend eine Frühstückstüte hinhielt. Als er das Leuchten in ihren Augen sah lobte er sich innerlich für diese Idee. Es waren diese kleinen Dinge, die ihn an ihr immer wieder faszinierten. Diese ungekünstelte Echtheit war einfach ziemlich anziehend.
An ihrer Seite setzte er sich in Bewegung, beide genossen schweigend ihr Brötchen. Gentleman der Kyle war, hatte er mit dem Essen seines Brötchens natürlich so lange gewartet, bis er es mit Felice zusammen verzehren konnte.
Ungefähr fünfhundert Meter vor dem Bahnhof wischte Kyle sich die Finger mit der beigelegten Serviette sauber und warf die Tüte achtlos in einen der vielen roten Mülleimer an einer Straßenlaterne. "Wie sieht dein Stundenplan heute aus?", fragte er, möglichst beiläufig, um nicht sofort zu enttarnen, dass er eigentlich nur ausloten wollte, ob und wo sie sich heute sehen würden. In dem kleinen Moment, den sie überlegte, ließ er seine Augen über ihre nachdenklichen Züge wandern. Als wenn sie den Blick gespürt hätte, schnellte ihr Blick zu ihm. Er wollte gerade etwas sagen, als auf dem Bahnhof, dem sie sich inzwischen auf knappe hundert Meter genähert hatten, ihr Zug einfuhr. "Scheiße", fluchte er. Er warf einen kurzen Blick auf Felice, dann packte er ihre Hand, trotz der Dringlichkeit der Situation noch sanft, und zog sie mit sich.
Einen wortwörtlich atemberaubenden Sprint später standen die beiden sicher hinter sich schließenden Türen der englischen Bahn. Kyle, der sein schweres Atmen nur vortäuschte -als Elf konnte er noch deutlich weitere Strecken sprinten, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken- musterte Felice, die beinahe keuchte, besorgt. Stützend legte er ihr eine Hand zwischen die Schulterblätter und setzte sie fürsorglich auf einen freien Sitz. "Hey", er berührte sie vorsichtig an der Schulter, "alles okay? Nächstes Mal wenn wir so spät dran sind, trag' ich dich dann, wenn ich deine Erlaubnis habe", witzelte er.

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BeitragThema: Re: .midsummernight {cube. & #berry}   Di Apr 30, 2013 6:34 am

Fee lächelte zufrieden und nahm die Tüte mit dem Brötchen dankend an, zufrieden reinbeißend. Sie gab ein kleines "Mhmm!" , von sich, darüber erfreut zum ersten mal seid langem an einem Wochentag ein Frühstück zu bekommen. Diese Seltenheit wollte innerlich gefeiert und beglückwünscht werden. Er fragte sie nach ihrer Nacht, aber sie beschloss eine relative Antwort zu geben, immerhin musste er nicht wissen, dass sie eine ganze Weile durch ihr Zimmer gehüpft war und am Ende auch unter der Decke noch über den Tag und somit auch über ihn nachgedacht hatte. Mit einem Zwinkern biss sie also nochmal in das Brot und antwortete nach dem herunter Schlucken mit einem "Och, eigentlich ganz gut." Sie stellte keine Gegenfrage, da sie sich nicht ganz sicher war, was jemand wie Kyle nachts tat, bestimmt nicht nur schlafen. Schlafen war zwar verdammt toll, aber bestimmt nicht so toll wie Kyle es war. Fasziniert beobachtete sie ihn aus dem Augenwinkel, wie er sein Brot aß, das wirkte irgendwie fast schon elegant. Das jemand allerdings sein Brot elegant essen konnte, amüsierte sie widerum, weshalb sie wieder grinsen musste, dennoch den letzten Bissen genoss und die Tüte dann ebenfalls zusammen knüllte. "Recht ekelig, aber wenigstens muss ich nicht so lange da bleiben. Um halb 3 habe ich aus." Sie putzte sich den Mund ab und warf die Tüte kurz bevor sie beim Bahnhofsgleis ankamen weg. Gerade drehte sie sich wieder um , da wurde ihre Hand auch schon mitsamt Arm und restlichem Körper nach vorn gezogen, überrascht angekündigt durch ein "Scheiße". Sie riss die Augen leicht auf, erstaunt versuchend hinterher zu kommen. So ein Sprint am frühen Morgen machte ihr deutlich zu schaffen. Immerhin war Sport nicht ihr größter Spaß. Sie rannte zusammen mit ihm los, gerade noch hindurch zwischen den sich schließenden Zugtüren. Kaum auf ihrem Sitz schnappte sie gewalltig nach Luft. Tief einatment betrachtete sie Kyle, ausatment achtete sie darauf, dass ihr Puls wieder sank. Natürlich war das ganze ein bisschen schwierig, immerhin war er ihr auffällig nahe. Als sich ihr Atem jedoch gelegt hatte runzelte sie leicht die Stirn. Dann sah sie wieder nach oben und musste lachen, als sie sein ernstes Gesicht betrachtete. "Du hast es wirklich ernst gemeint?" Sie lachte leicht auf und nickte dann ihn herausfordernd ansehend. "Das will ich sehen, dass du es mit mir unterm Arm schneller schaffst, als so." Sie piekte ihm leicht in den Bauch hinein. Und dann gleich zufrieden fast nocheinmal. Ohjeh, besser sie zog den Finger wieder zurück, denn anscheinend war hier ein prachtvolles Geschenk hübsch eingepackt. Nun wieder unschuldig betrachtete sie Kyles Gesicht, versuchend seinen Körper nicht zu mustern.

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BeitragThema: Re: .midsummernight {cube. & #berry}   Di Apr 30, 2013 7:55 am

Erst jetzt registrierte Kyle, woher das angenehm prickelnde Gefühl in seiner rechten Hand rührte. Seine Hand war noch immer fest, beinahe beschützerisch um ihre gelegt. Dieses Gefühl war vorher von dem Adrenalin verdrängt worden, was durch ihrer beider Körper gejagt hatte. Aber auch als er es wahrnahm, machte Kyle keine Anstalten seinen Griff zu lösen. Warum, konnte er selbst nicht genau bestimmen. Vielleicht wollte er herausfinden, ob sie sich befreien würde. Vielleicht wollte er auch einfach noch länger das Gefühl ihrer kleinen, zarten Hand, welche er beinahe mühelos komplett mit seiner umschließen konnte. Mühevoll unterdrückte er den Impuls seine Finger vorsichtig zwischen ihre zu schieben, um die Verbindung ihrer Hände zu intensivieren - aber er wollte sie um keinen Preis verschrecken. Seit wann ihm das wichtig war? Er wusste es nicht.
Als sie ihn in den Bach pikste stöhnte er gespielt getroffen auf und sah sie anklagend an. "Da möchte man schon den Edelmann spielen und dann wird man so hinterrücks erstochen?" Er lachte, und sie fiel mit ein. "Und ja, das ist mein voller Ernst. Morgen sprinten wir vom Mülleimer, und zwar ich mit dir auf dem Arm. Herausforderung angenommen."
Als der Sitz neben Felice frei wurde schob er sie behutsam hinüber, ließ mit leisem Bedauern ihre Hand los und sich selbst neben sie sinken. Entspannt lehnte er sich zurück und blickte auf die vorbeiziehende Landschaft. "Also, um halb drei hole ich dich dann also von wo ab?" Dass er eigentlich noch eine Stunde mehr hatte, verschwieg er einfach mal - für einen Heimweg mit Felice lohnte es sich durchaus eine Stunde ausfallen zu lassen. Zumal es eine Lehrerin war, und er neigte dazu, solche trotz Fehlstunden von sich zu überzeugen.
An der entsprechenden Haltestelle erhob er sich und bot ihr seinen Arm an, abwartend.

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BeitragThema: Re: .midsummernight {cube. & #berry}   Di Apr 30, 2013 9:57 am

Natürlich lachte sie, immerhin war es eine unglaublich komische Vorstellung von ihm unterm Arm zum Zug getragen zu werden. Gewappnet war sie also, was ihr Zeit gab sich mental darauf einzustellen, aber dennoch würde es sie höchstwahrscheinlich überaschen, denn man wird nicht alle Tage unter dem Arm getragen. Um ehrlich zu sein legte es auch nicht jeder darauf an, auch wenn man bei Fee immerhin nicht befürchten musste, dass die Knie nachgaben. Leicht genug war sie, aber dennoch ...Kaum hatte sie den Finger wieder zurück gezogen wurde der Platz neben ihr frei und Kyle setzte sich und erst als ihre Hand seltsam abkühlte, merkte sie was sie zuvor so gewärmt hatte. Es war nicht ihre eigene Körpertemperatur gewesen, nein es war ihre Körpertemperatur unter der von Kyle, er hatte ihre Hand noch nicht losgelassen. Es hatte sich so natürlich angefühlt, so als würde man einen Handschuh tragen, aber nun war sie wieder frei. Um sie nicht abkühlen zu lassen legte sie diese in die andere Hand und faltete sie in ihrem Schoß. "Ich freu mich auf die Tour, morgen.", zwinkerte sie ihm also zu und nickte dann wieder zufrieden. Natürlich würde sie sich freuen, wenn Kyle sie abholen würde - oder ... Oh Himmel, sie vergas ganz, dass sie nicht allein auf dieser Welt existierte. Wenn er sie abholen würde, würden das auch andere Leute bemerken. Zunächst einmal die Menschen auf dem Gang die ihn betrachteten, dann die Menschen die aus ihrem Hörsaal strömten, dann die Menschen auf der Straße...Na was solls und wenn schon. Sie hatte blaue Haare und nannte sich Fee. Sie nickte abermals. "Oh, okay. Ähm Hörsaal 9." Wie nett. Nein...nicht nett. Wie absolut aufregend und überzeugend wundertollig und großartig, das war! Sie drückte auf den Halteknopf und schnappte sich dann einen Zipfel seines Hemdes und zog ihn mit sich zur Türe hin und hüpfte dann wieder auf den Gehweg, ihren Rucksack richtend. Dann sah sie über die Schulter zu ihm hin und beobachtete einen Moment seine hell grünen Augen. "Aber wir haben schon noch genug Zeit diesmal nicht zu rennen?" Sie gab es ja nicht gern zu, dass sie nicht so sportlich war, aber immerhin schwimmen konnte sie... und sich sonnen. Und ohnehin war Couchpotating doch eh das beste. Ihre Charaktere in den Shootern waren ohnehin sehr sportlich und sie spielte sie, also musste sie auch in gewisserweise sehr sportlich sein. Sie war sportlich. Tadah.

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BeitragThema: Re: .midsummernight {cube. & #berry}   Fr Mai 10, 2013 9:32 am

"Hörsaal Neun", wiederholte Kyle bestätigend, sich Ort und Zeit einprägend. "Ich freu' mich." Er ließ einen Moment in angenehmem Schweigen verstreichen, in dem er darüber nachsann, was er heute mit ihr unternehmen könnte. Sie nur nach Hause zu bringen schien ihm die gemeinsame Zeit unnötig kurz zu halten. Er warf einen Blick auf die Stationsanzeige - zwei noch, plus der Fußweg zur Uni. Es lohnte sich also durchaus, noch ein Gespräch anzufangen.
Mit einem interessierten Gesichtsausdruck wandte er sich zu ihr, die ihm auch gleich einen überraschten Blick schenkte. "Erzähl' mal ein bisschen was über dich. Was du gerne magst, was überhaupt nicht. Womit man dich begeistern kann. In welche Fettnäpfchen ich auf keinen Fall treten sollte." Er grinste, hielt seinen Blick auf sie gerichtet und wartete ihre Antwort ab. Ob er sie damit überrumpelt hatte? Höchstwahrscheinlich. Ob er es bereute? Nein. Er wollte unbedingt mehr über sie wissen. Am besten alles, was es auch nur zu wissen gab.

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BeitragThema: Re: .midsummernight {cube. & #berry}   So Mai 12, 2013 5:14 am

Alle anderen um sie herum schienen ohnehin nicht wichtig, auch nicht jetzt, wo wilder Trubel in der Welt herrschte, da bald jeder normaler Bürger in der Schule oder auf der Arbeit anzutreffen sein musste. Aber sie, sie war jetzt hier bei ihm und konnte ihn ungestört beobachten und betrachten. Er wirkte ganz anders als gestern, irgendwo vertrauter, obwohl er ihr immernoch fremd war, sie wusste nichts über ihn und umso überraschter sah sie ihn an, als er sie nach Dingen über und von ihr fragte. Hatte er sich etwa die selben oder ganz ähnliche Gedanken über sie gemacht? Das empfand sie als leicht sonderbar, aber zugleich auch erfrischend. Es war nicht, als könne er in ihren Kopf sehen, es war als würde er darum kämpfen von ihrem Kopf einen Hinweis zu bekommen, was in ihm passierte und fragen ob alles okay so sei. Und gleichzeitig bemühte sich ihr Kopf von seinem die gleiche Antwort zu erhalten, vielleicht aber auch ein bisschen mehr. Sie verzog also leicht das Gesicht, während sie darüber nachdachte, was es über sie zu sagen gab. Die Nase wurde leicht hob gezogen, währen sich die Lippen zu einem schiefen Grinsen Richtung Ohr zogen.
"Über mich?" Was sie mochte, was sie machen wollte, was sie nicht machen wollte und was man bei ihr nicht machen sollte. Ein Haufen voller Vorkenntnisse wollte er haben, der der behauptete kein Serienkiller zu sein. Der der ihr ein Brötchen mitbrachte und sie zum Zug zog, im Hörsaal neben ihr gesessen hatte und dessen Bild sie wundervoll fand, dessen Abbild sie sich bemüht hatte wundervoll zu gestalten. "Nunja ich mag Geschichten, Mythen, ganz besonders natürlich Elfen. Ich glaube wirklich an sie und Feen und diese Welt in der sie existieren, auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, dass sie jemals hallo sagen würden und sich zu erkennen geben. Aber sie sind da. Aber das ist natürlich nicht das Einzige. Fast genauso lieb habe ich auch Shooter, die sich auch zu Hauf in meinem überaus unordentlichen Zimmer befinden. Meine Mutter ist ganz froh, dass sie sich um die Übersicht in meinem Zimmer von jetzt an nicht mehr bemühen und kümmern muss, aber ansonsten bin ich in einer wohlig und freundlich lieben Familie aufgewachsen, also gibt es zumindest da keine Fettnäpfchen einer sehr traurigen Kindheit in die man treten könnte." Sie lachte leicht auf und tippte sich mit dem Zeigefinger gegen die Brust um deutlich zu machen, für was sie stand. "Ich bin ein großes Mädchen, also keine Sorge." Die Hände wieder an die Riemen ihres Rucksacks legend streckte sie den Kopf höher gen Decke um zu verdeutlichen, wie groß sie war. Auch wenn es albern wirkte, da sie eine doch recht kleine Person war. Trotzdem bemühte sie sich. "Gut so?", fragte sie ihn also lachend.

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